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Datenschutz: Telekom will E-Mails nicht mehr über fremde Länder routen

Die Deutsche Telekom garantiert ihren Kunden, deren E-Mails an Empfänger im Inland nicht mehr über ausländische Server zu schicken. Telekom-Chef Tim Höttges machte jedoch eine Einschränkung, die dieses Versprechen sofort relativiert.
/ Andreas Donath
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Tim Höttges (Bild: Ina Fassbender/Reuters)
Tim Höttges Bild: Ina Fassbender/Reuters

Schickt ein E-Mail-Nutzer in Deutschland einem Empfänger eine elektronische Nachricht, dann verlässt diese bei Telekom-Kunden nicht mehr das Land. Das sagte Telekom-Chef Höttges der Zeitung Welt am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) . Die Voraussetzung: Absender und Empfänger müssen Kunden der Deutschen Telekom sein.

Höttges zeigte sich gegenüber der Welt am Sonntag enttäuscht, dass sein Vorschlag, den Datenverkehr möglichst in Deutschland oder im Schengen-Raum zu routen, von der Politik und den Unternehmen nicht gut aufgenommen worden sei. Das kann auch an den Kosten hängen, denn es ist oftmals günstiger, über ausländische Verbindungen zu routen. Den Unternehmenskunden bietet die Deutsche Telekom bereits europäisches Routing ihrer Daten an.

Der Telekom-Chef forderte zudem eine europäische Datenschutzverordnung, die für alle Mitglieder der EU einheitlich sei. Damit solle verhindert werden, dass persönliche Daten in andere Rechtsräume straffrei exportiert werden dürften.


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