Datenschutz: Stadt verschickt Daten von 13.000 Impfwilligen per E-Mail

Statt neuer Öffnungszeiten haben Verantwortliche in Essen persönliche Daten einfach per E-Mail verschickt.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Medizinische Masken schützen von Viren. Daten so oft deutlich schlechter geschützt.
Medizinische Masken schützen von Viren. Daten so oft deutlich schlechter geschützt. (Bild: Pixabay)

Die Stadt Essen hat am 30. Juli versehentlich die Daten von 13.000 Bürgern, die sich für eine Corona-Schutzimpfung angemeldet haben, in einer Mail an 700 Empfänger verschickt. Eine Sprecherin der Stadt bestätigte die Datenpanne. "Es war ein menschlicher Fehler, wir können uns dafür nur entschuldigen", sagte die Sprecherin. Der Landesdatenschutz sei verständigt worden.

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Die Stadt habe außerdem alle 700 Adressaten noch einmal angeschrieben und darum gebeten, den Irrläufer zu löschen. Einige Bürger hätten sehr erbost auf den Fehler reagiert, erklärte die Sprecherin. Zuvor hatte die WAZ berichtet.

Anlass seien die veränderten Öffnungszeiten im Essener Impfzentrum gewesen, teilte die Sprecherin mit. Angeschrieben wurden 700 Menschen, die bis zum 15. August einen Impftermin nach 18 Uhr vereinbart hatten und wegen der kürzeren Öffnungszeiten gebeten werden sollten, einen anderen Termin zu nehmen.

Daten aus Excel-Datei übernommen

Die Gruppe wurde aus Excel-Dateien aller 13.000 Impfwilligen bis Mitte August generiert. Versehentlich seien diese Dateien dann vor dem Abschicken der Mail nicht gelöscht worden. Sie enthielten Namen, Anschrift und Geburtsdatum, vielfach auch Telefonnummern und Mailadressen sowie den Impfstatus.

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Rund um die laufende Covid-19-Pandemie und damit verbundene Maßnahmen kommt es immer wieder zu Problemen mit dem Datenschutz. So haben etwa Corona-Testzentren in Bayern ihre PCR-Tests über öffentlich geteilte Google-Docs-Tabellen organisiert und so persönliche Daten wie Namen, Adressen, Geburtsdaten und Telefonnummern veröffentlicht.

Darüber hinaus kam es bereits mehrfach in ähnlichen Fällen zuvor zu ähnlichen Pannen und Datenlecks, bei denen Testdaten der Betroffenen abgerufen werden konnten.

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hyperlord 20. Nov 2021

Falsch, oft wird das Geburtsdatum als Verifikationsdatum genutzt, wenn es um Account...

Fanta7 11. Aug 2021

Hihihi. Was eine Nerd Diskussion ohne Realitätsbezug. Die beste selbst entwickelte...

LeeRoyWyt 02. Aug 2021

Dein Vergleich hinkt und ich hoffe das weißt du auch selbst. Eine Behörde hat oft die...

Mandri 01. Aug 2021

Wobei hier der "Förderalismus" gar nicht angesprochen ist, da es um kommunale Aufgaben geht.



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