Datenschutz: Signal bekam geheime Datenabfrage von US-Regierung

Viele IT-Unternehmen veröffentlichten regelmäßig Transparenzberichte über Datenabfragen durch Regierungen. Die Hersteller von Signal haben jetzt erstmals Details bekanntgegeben.

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Signal hat erstmals Informationen über die Datenabfrage durch US-Behörden veröffentlicht.
Signal hat erstmals Informationen über die Datenabfrage durch US-Behörden veröffentlicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die Firma hinter der beliebten Messaging-App Signal hat bekanntgegeben, dass US-Behörden Daten von Signal-Nutzern abgefragt haben, wie die New York Times berichtet. Die Anfrage wurde Anfang dieses Jahres gestellt und ist recht breit formuliert. Neben den Stammdaten der Nutzer wollten die Behörden auch Cookies einsehen sowie Abfragen über Kommunikationspartner.

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Open Whisper Systems war es wegen eines Gerichtsbeschlusses, einer sogenannten Gag-Order, bislang untersagt, über die Abfrage Auskunft zu erteilen. Erst nach einem von der Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) unterstützten Gerichtsverfahren wurde es den Machern von Signal erlaubt, einige Details der Abfrage zu veröffentlichen. Die betroffenen Nutzer hingegen dürfen auch weiterhin nicht informiert werden.

Mit der Abfrage wollten die Behörden alle Daten einsehen, die Signal im Zusammenhang mit zwei Telefonnummern gespeichert hat, darunter die Browserhistorie und Daten aus einem Tracking-Cookie, IP-Adressen, Adresse, Email-Adressen und Bezahlinformationen - obwohl Signal kostenfrei ist.

Informationen sind nicht vorhanden

Nach Angaben von Signal liegen zu den meisten Abfragen aber gar keine Daten vor: "Der Signal-Dienst ist so designed, dass wir das Prinzip der Datensparsamkeit beachten", sagte Moxie Marlinspike, Entwickler und Gründer des Dienstes, der New York Times. Zu einer der abgefragten Telefonnummern hatte das Unternehmen gar keine Informationen - die Person war offenbar kein Signal-Nutzer.

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Die einzigen Informationen, die Signal zu der anderen Nummern übermitteln konnte, waren der Zeitpunkt, an dem der Account des fraglichen Nutzers erstellt worden war, und der Zeitpunkt des letzten Logins, sagte Marlinspike. Alle anderen Informationen seien entweder nicht erhoben worden oder auf Grund der eingesetzten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für das Unternehmen nicht einsehbar gewesen. Auch Daten über Kommunikationspartner speichert Signal nach eigenen Angaben nicht.

Signal gilt bei vielen Beobachtern als die derzeit beste Messaging-App. Kritisiert wird jedoch immer wieder die Integration mit Googles Play-Services und die Tatsache, dass Nutzer verpflichtend ihre Telefonnummer angeben müssen. Wire setzt ebenfalls auf das von Signal entwickelte Signal-Protokoll, Nutzer benötigen dort aber keine Telefonnummer, wenn sie sich nicht auf dem Smartphone registrieren. Auch Whatsapp und wahlweise der Facebook-Messenger nutzen mittlerweile Signals Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

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chefin 06. Okt 2016

Man kann sicherlich viel machen, aber der Aufwand ist hoch. Führt dazu, das die wenigsten...

stardust 05. Okt 2016

Was ist eigentlich mit Wire? Basiert auf Signal und ist OpenSource. Anmeldung mit Telefon...

Anonymer Nutzer 05. Okt 2016

Es sollte erwähnt werden das LibreSignal nicht mehr weiter entwickelt wird weil moxie...

Moe479 05. Okt 2016

wartet es ab, auch dagegen werden die law&order-überwachungs-menschen gesetze machen, es...



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