Datenschutz: Schufa soll an Finanzinvestoren verkauft werden

Mehrere Eigentümer der Schufa verhandeln über einen Verkauf der Kreditauskunft und damit der persönlichen Daten von rund 68 Millionen Menschen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Schufa erteilt pro Tag durchschnittlich 460.000 Auskünfte.
Die Schufa erteilt pro Tag durchschnittlich 460.000 Auskünfte. (Bild: Schufa)

Die Kreditauskunft Schufa könnte teilweise oder komplett verkauft werden. Laut einem Bericht des Handelsblatts verhandeln mehrere Schufa-Eigentümer, darunter die Commerzbank und die Deutsche Bank, über den Verkauf ihrer Anteile. Ausgangspunkt für die Gespräche ist demnach der Finanzinvestor EQT, der sein Interesse an der Schufa bekundet haben soll.

Stellenmarkt
  1. IT-Support (m/w/d)
    Robert Koch-Institut, Berlin
  2. Head of R&D - Gesamtentwicklungsleiter Hard- & Software (d/m/w)
    R2 Consulting GmbH, Ruhrgebiet
Detailsuche

Mittlerweile sollen jedoch auch andere Private-Equity-Firmen wie Hellman & Friedman an den Verhandlungen beteiligt sein, wie das Handelsblatt von Personen erfahren haben will, die mit der Sache vertraut seien. Die Gespräche befänden sich jedoch noch in einem frühen Stadium; ob es wirklich zu einem Verkauf komme, sei unklar, betont das Handelsblatt. Bei einem Verkauf könnte die Schufa mit zwei Milliarden Euro bewertet werden.

Schufa berechnet Kreditwürdigkeit von 68 Millionen Personen

Die Schufa wurde 1927 mit dem Ziel gegründet, Bonitätsauskünfte zu erteilen. Zu den Eigentümern der Kreditauskunft gehören verschiedene Banken sowie einige Einzelhandelsunternehmen. Dabei halten die Banken rund 87 Prozent der Anteile. Laut eigenen Angaben hat die Schufa Daten zu rund 68 Millionen Personen Daten gespeichert. Aus diesen ermittelt sie die Kreditwürdigkeit der Personen, auch mit einem umstrittenen Scoring-Verfahren.

Zuletzt geriet das Unternehmen in Kritik, weil es unter dem Namen Check Now die Kontoauszüge von Personen mit einem schlechten Score auswerten wollte. Die Kontoauszüge sollten freiwillig zur Verfügung gestellt werden, um - je nach Ausgang der Auswertung - dennoch einen Kredit oder einen Vertrag zu erhalten.

Golem Karrierewelt
  1. Certified Network Defender (CND): virtueller Fünf-Tage-Workshop
    06.-10.02.2023, Virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    19.-22.12.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Ein entsprechendes Pilotprojekt mit der Telefongesellschaft Telefónica war Ende November 2020 bekanntgeworden. Anschließend hatte Telefónica das Projekt beendet. Datenschützer und Politiker hatten Check Now scharf kritisiert.

Oster-Angebote bei Amazon bis zum 31. März.

Nun will die Schufa das Projekt umbenennen und mit einem neuen Konzept weiterführen. Demnach sollen die Daten nur noch über die Münchner Schufa-Tochter Finapi ausgelesen werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Emulex 01. Apr 2021

Wie ruiniert man sich den z.B. ? Hab kürzlich kurz hintereinander zwei Kreditkarten...

Clown 31. Mär 2021

Deshalb das Wörtchen "potentiell" ;)

Oktavian 31. Mär 2021

Also ich kann einen Telefonierenden von außen nicht unterscheiden nach Prepaid oder...

MoGas 31. Mär 2021

Ja, das sehen die meisten Leute nicht. Wer das nicht will, kann sich ja auch einen peer...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
El-Ali-Meteorit
Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten

In einer Probe aus einem in Somalia niedergegangenen Meteoriten wurden zwei Mineralien entdeckt, die auf der Erde so bisher nicht gefunden wurden.

El-Ali-Meteorit: Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten
Artikel
  1. Kraftfahrt-Bundesamt: Elektrischer Corsa sollte zur Abgasuntersuchung
    Kraftfahrt-Bundesamt
    Elektrischer Corsa sollte zur Abgasuntersuchung

    Das Kraftfahrt-Bundesamt ruft den Opel Corsa samt der Elektro-Variante zurück, weil ein Softwarefehler im Auto eine Messung verhindert.

  2. Recruiting: Personalauswahl mit KI kann Unternehmen schaden
    Recruiting
    Personalauswahl mit KI kann Unternehmen schaden

    Software ist objektiv und kennt keine Vorurteile, das macht Künstliche Intelligenz interessant für die Personalauswahl. Ist KI also besser als Personaler? Die Bewerber sind skeptisch und die Wissenschaft liefert keinen Beweis dafür.
    Ein Bericht von Peter Ilg

  3. Gerichtsurteil: MDR darf Facebook-Kommentare ohne Sendungsbezug löschen
    Gerichtsurteil
    MDR darf Facebook-Kommentare ohne Sendungsbezug löschen

    Öffentlich-rechtliche Sender begehen keine Zensur, wenn sie nicht strafbare Kommentare auf Facebook löschen. Manchmal sind sie eher dazu verpflichtet.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • Tiefstpreise: Crucial SSD 4TB 319€, Palit RTX 4080 1.499€, HTC Vive Pro 2 659€ • Alternate: Team Group SSD 512GB 29,99€, AOC Curved 27" 240 Hz 199,90€ • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger • AOC Curved 34" WQHD 389€ [Werbung]
    •  /