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Datenschutz: Schufa soll an Finanzinvestoren verkauft werden

Mehrere Eigentümer der Schufa verhandeln über einen Verkauf der Kreditauskunft und damit der persönlichen Daten von rund 68 Millionen Menschen.
/ Moritz Tremmel
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Die Schufa erteilt pro Tag durchschnittlich 460.000 Auskünfte. (Bild: Schufa)
Die Schufa erteilt pro Tag durchschnittlich 460.000 Auskünfte. Bild: Schufa

Die Kreditauskunft Schufa könnte teilweise oder komplett verkauft werden. Laut einem Bericht des Handelsblatts verhandeln mehrere Schufa-Eigentümer, darunter die Commerzbank und die Deutsche Bank, über den Verkauf ihrer Anteile. Ausgangspunkt für die Gespräche ist demnach der Finanzinvestor EQT, der sein Interesse an der Schufa bekundet haben soll.

Mittlerweile sollen jedoch auch andere Private-Equity-Firmen wie Hellman & Friedman an den Verhandlungen beteiligt sein, wie das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) von Personen erfahren haben will, die mit der Sache vertraut seien. Die Gespräche befänden sich jedoch noch in einem frühen Stadium; ob es wirklich zu einem Verkauf komme, sei unklar, betont das Handelsblatt. Bei einem Verkauf könnte die Schufa mit zwei Milliarden Euro bewertet werden.

Schufa berechnet Kreditwürdigkeit von 68 Millionen Personen

Die Schufa wurde 1927 mit dem Ziel gegründet, Bonitätsauskünfte zu erteilen. Zu den Eigentümern der Kreditauskunft gehören verschiedene Banken sowie einige Einzelhandelsunternehmen. Dabei halten die Banken rund 87 Prozent der Anteile. Laut eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) hat die Schufa Daten zu rund 68 Millionen Personen Daten gespeichert. Aus diesen ermittelt sie die Kreditwürdigkeit der Personen, auch mit einem umstrittenen Scoring-Verfahren .

Zuletzt geriet das Unternehmen in Kritik, weil es unter dem Namen Check Now die Kontoauszüge von Personen mit einem schlechten Score auswerten wollte. Die Kontoauszüge sollten freiwillig zur Verfügung gestellt werden, um – je nach Ausgang der Auswertung – dennoch einen Kredit oder einen Vertrag zu erhalten.

Ein entsprechendes Pilotprojekt mit der Telefongesellschaft Telefónica war Ende November 2020 bekanntgeworden . Anschließend hatte Telefónica das Projekt beendet . Datenschützer und Politiker hatten Check Now scharf kritisiert.

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Nun will die Schufa das Projekt umbenennen und mit einem neuen Konzept weiterführen . Demnach sollen die Daten nur noch über die Münchner Schufa-Tochter Finapi ausgelesen werden.


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