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Datenschutz: In Realmärkten sollen keine Gesichter mehr gescannt werden

Der Nutzen der Kameras zur Gesichtserfassung in Real-Supermärkten ist für die Kunden nicht nachvollziehbar, der Test wird daher mit sofortiger Wirkung beendet. So erklärt Real das überraschende Aus des Systems.

Artikel veröffentlicht am ,
Real-Logo an einer Filiale
Real-Logo an einer Filiale (Bild: © real,- SB Warenhaus GmbH)

Die Supermarktkette Real beendet die Erfassung der Gesichter ihrer Kunden in verschiedenen Märkten durch eine externe Firma. Damit reagiert das Unternehmen auf die breite Kritik an den Kameras, die Gesichter und die Blickrichtung der Kunden erfassten. Die Kameras sollten dabei helfen, herauszufinden, ob Kunden bestimmte Werbeaufsteller anschauen oder nicht. Getestet wurde das System in mehr als 40 der über 200 Filialen von Real.

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Der Test der Echion-Lösung einer Firma aus Augsburg werde "mit sofortiger Wirkung" beendet, schreibt Real in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Schritt wird mit der öffentlichen Diskussion um das Vorhaben begründet. Real weist darauf hin, dass man "innerhalb des geschlossenen Echion-Systems" keine "einzelnen Kunden zuordenbare Persönlichkeitsmerkmale gespeichert oder übertragen" habe.

Bayerischer Datenschützer findet das System unproblematisch

Auch der bayerische Beauftragte für den Datenschutz war zu dem Schluss gekommen, dass das System nicht problematisch sei, weil nur aggregierte Daten ohne persönliche Zuordnung erhoben würden. Außerdem seien die Bilder nur für kurze Zeit im Speicher der Kamera, nur die Auswertung selbst werde gespeichert und nicht das Bild.

Der Nutzen der umstrittenen Technologie sei allerdings für Kunden nicht nachvollziehbar. Dies müsse beim "Einsatz technologischer Weiterentwicklugnen" aber jederzeit der Fall sein. Künftige technologische Weiterentwicklungen sollen daher "in enger Abstimmung" mit den Real-Kundenbeiräten und Fokusgruppen erörtert werden.

Neben Real nutzen auch Filialen der Deutschen Post ein ähnliches System.

Nachtrag vom 28. Juni 2017, 14:25 Uhr

Real sieht die Verantwortung für die Gesichtserfassung bei der Firma Echion, diese habe lediglich Werbeplätze gemietet und wolle deren Effektivität überprüfen. Das Unternehmen legt daher Wert auf die Feststellung, es habe selbst keine Gesichter gescannt.

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0xDEADC0DE 29. Jun 2017

Ich tippe auf: Die Werbenden werden nach "Anschauzeit" bezahlt, wie erfasst man die? ;)

ManMashine 28. Jun 2017

So lange bis der Wiederstand gebrochen ist oder die Politik ein passendes Gesetz...

/mecki78 28. Jun 2017

"Bayerischer Datenschützer" bildet alleine schon ein Oxymoron. Außerdem seien die Bilder...


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