Real: Gesichter dürfen an der Supermarktkasse gescannt werden

Wer Gesichter von Kunden mit einer Kamera erfasst, betreibt nicht automatisch eine Verarbeitung personenbezogener Daten. Dieser Ansicht ist jedenfalls der Bayerische Datenschutzbeauftragte und erlaubt Real den Einsatz der umstrittenen Technologie.

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Real darf an Supermarktkassen Gesichtsscanner einsetzen.
Real darf an Supermarktkassen Gesichtsscanner einsetzen. (Bild: Johannes Eisele/AFP/Getty Images)

Der Lebensmittelhändler Real darf in seinen Filialen Gesichtsscanner einsetzen, um den Blickkontakt von Kunden mit Werbeaufstellern zu messen - dieser Ansicht ist jedenfalls der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz, wie das Handelsblatt berichtet. Denn personenbezogene Daten würden dabei keine erhoben. Das System wird nicht von Real selbst betrieben, sondern von dem Unternehmen Echion, das bei Real Werbeflächen gemietet hat.

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Das Vorgehen hatte bundesweit bei Datenschützern und Aktivisten für Aufregung gesorgt. Der Verein Digitalcourage will im Laufe der Woche sogar Anzeige gegen das Unternehmen einreichen, ebenso wie bei der Deutschen Post, die ähnliche Systeme testen soll. Bundesweit ist das System von Real in derzeit 40 von 285 Supermärkten installiert.

Daten für 150 Millisekunden im Speicher

Das System zur sogenannten Blickkontakterfassung erfasst das Gesicht der Kunden und soll prüfen, ob diese bestimmte Werbeaufsteller anschauen. Auch die Dauer des Blickes wird erfasst. Außerdem schätzt das System das Alter der Kunden. Von den Videodaten selbst werden offenbar keine Kopien gespeichert. Nach Angaben von Real werden die Daten für rund 150 Millisekunden im Speicher vorgehalten, nach der Analyse werden die erhobenen Metadaten an den Server des Unternehmens weitergegeben. Das System wird von der Augsburger Firma Echion betrieben.

Mit den Systemen soll Werbung in Supermärkten stärker auf die Interessen der Kunden zugeschnitten werden. Nach Ansicht des Landesdatenschützers seien alle für eine Prüfung erforderlichen Informationen eingegangen, es gebe nichts zu beanstanden. Trotzdem will die Behörde keine grundsätzliche Entwarnung geben: "Unsere Aufgabe ist es, das derzeit laufende System zu prüfen. Wir testen nicht, was theoretisch mit der Technik möglich wäre."

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Ach 14. Jun 2017

@Rattenfänger Dabei bräuchte es nur eine kleine und freundlich organisierte Demo von...

Ach 14. Jun 2017

Den nehme ich entgegen. Ich hatte tatsächlich keine Ahnung, wie weit sich die...

cpt.dirk 13. Jun 2017

Tja sorry, zu langsam gelesen, zu schnell getippt! Allerdings könnte man annehmen, dass...

Ach 13. Jun 2017

Das was du gerade als nebensächliches "Ja noch, warte ab." zur Seite schiebst. war der...



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