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Hauptsitz der Otto Group in Hamburg-Bramfeld
Hauptsitz der Otto Group in Hamburg-Bramfeld (Bild: Wikimedia/Otto Group/CC-BY-SA 3.0)

Werbung muss sein

Diese Konstruktion ermöglicht es der Otto Group offenbar, Kundendaten unternehmensübergreifend zu nutzen, ohne dass dies als Werbezweck gesondert vom Kunden genehmigt werden muss. Aber auch für die Verwendung zu Werbezwecken sucht Otto maximalen Zugang zu den Kundendaten. Wer schon einmal bei Otto.de eingekauft hat, kennt es: Ohne die Einwilligung "zukünftig Trends, Schnäppchen, Gutscheine, Aktionen und Angebote" - sprich: Werbung - von Otto zu erhalten, gibt es kein Kundenkonto und keinen Einkauf.

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"Im Datenschutzhinweis erklären wir verständlich alle Details, Widerspruchs- und Auskunftsmöglichkeiten - alle verlinkt und meist schon mit Formularen versehen", verteidigt Ottos Pressesprecher dieses Vorgehen. Und es stimmt: "Die Otto (GmbH & Co KG) kann ferner Adress- und Bestelldaten für eigene Marketingzwecke erheben und verarbeiten. Für fremde Marketingzwecke werden ausschließlich solche Daten weitergegeben, bei denen dies gesetzlich erlaubt ist", heißt es in Ottos Datenschutzhinweis. Und weiter unten: "Sie können der Nutzung, Verarbeitung und Übermittlung Ihrer personenbezogenen Daten zu Marketingzwecken jederzeit durch eine formlose Mitteilung auf dem Postweg (...) oder durch eine E-Mail (...) widersprechen."

Aber wie viele Kunden lesen den Datenschutzhinweis?

Intransparenz als Prinzip

Manche mögen's, andere nicht, für Otto ist die persönliche Ansprache an der Kunden-Hotline ein Service: "Das ist nicht nur erlaubt, sondern auch guter Stil." Ein Fachanwalt für Datenschutzrecht, den Vielmeier für seine Recherche befragte, hält es dennoch für wahrscheinlich, dass Otto gegen deutsches Datenschutzrecht verstößt: Wenn man bei Hagebau anrufe, sei "nicht transparent gemacht", dass man an das Callcenter von Otto weitergeleitet wird. "Otto könnte hier dann maximal Auftragsdatenverarbeiter sein, was ich jedoch bezweifle, denn Otto will umgekehrt ja gerade Herr der Daten sein. Aber auch dann haben wir schon einen Verstoß".

Auch wenn kein Rechtsverstoß vorliegen sollte, lässt die Intransparenz im Unternehmensgeflecht des Konzerns für Kunden womöglich einen unguten Beigeschmack zurück. Ein Verbraucher, der nicht weiß, mit welchem Unternehmen er oder sie eigentlich gerade ein Geschäft gemacht hat, kann auch nur schwer mündig über die Verwendung seiner Daten entscheiden.

 Datenschutz: Otto verwirrt mit persönlicher Hotline-Ansprache

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486dx4-160 22. Nov 2016

Das ist lustig!! Sich vor Werbemails und Datenhandel zu schützen, indem man ein Email...

der_wahre_hannes 21. Nov 2016

Bei IKEA aber eben mit der Unternehmenskultur zu begründen. Die Werbung, die im...

1ras 21. Nov 2016

Hier auch nochmal der Tipp eine zufällige Zeichenfolge in die E-Mail-Adresse mit...

Clown 21. Nov 2016

Die in Call Centern üblichen ContactCenter-Lösungen beinhalten meist ohnehin schon eine...

david_rieger 21. Nov 2016

Da sollte man sich vorher mal Gedanken machen, warum man in einer "Community" anonym...



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