Datenschutz: Lehrerverband will weiter Teams erlauben

Erst von Schülern, nun von Lehrern: Trotz Datenschutzbedenken gibt es neue Forderungen, kommerzielle Software an Schulen zu erlauben.

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Lehrerin in Videokonferenz
Lehrerin in Videokonferenz (Bild: Olivier Douliery/AFP via Getty Images)

Die Diskussion um Datenschutz und kommerzielle Software von Anbietern wie Microsoft an Schulen geht weiter. Nun fordert Heinz-Peter Meidinger, der Präsident des Deutschen Lehrerverbands: "Datenschutz ist natürlich sehr wichtig, er sollte aber zu keiner grundsätzlichen Gefährdung des Bildungsauftrags führen."

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Das sagte er im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe, wie unter anderem Fuldainfo meldet.

Konkret nennt Meidinger Microsoft Teams als Beispiel: Inzwischen gebe es zwar in den Lernplattformen der Länder ebenfalls Videokonferenzsysteme. Allerdings hätten sich mehrere Zehntausend Lehrer mittlerweile in Teams eingearbeitet.

Erst im Juni 2021 hatte es Onlinepetitionen von Schülern gegeben, die ebenfalls den Einsatz kommerzieller Software gefordert hatten.

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Bei einer Petition aus Baden-Württemberg haben bislang knapp 10.000 Schüler virtuell unterzeichnet, in Hessen sprachen sich zuvor rund 16.000 Menschen für die Beibehaltung von Microsoft Office in Schulen aus.

Der hessische Datenschutzbeauftragte Alexander Roßnagel erlaubt den Einsatz von Microsoft Teams an Schulen künftig nicht mehr. Die Duldung von Videokonferenzsystemen (VKS), die nicht datenschutzkonform verwendet werden können, läuft zum 31. Juli 2021 aus.

Datenschutzbeauftragte sind gegen Teams

Ende 2020 hatte sich die Mehrheit der Datenschutzbeauftragten auf einer Datenschutzkonferenz von Bund und Ländern gegen den Einsatz der Microsoft-Software ausgesprochen, weil die Server in den USA stünden.

Es gibt Schulen, die erfolgreich auf erprobte Open-Source-Videokonferenzsysteme wie Big Blue Button oder Jitsi setzen.

Auch der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat gerade eine Lockerung des Datenschutzes gefordert, um die Digitalisierung der Schulen voranzutreiben. Ziel müsse sein, eine schnelle Digitalisierung der Schulen zu erreichen.

Dazu solle auch Software von amerikanischen Herstellern verwendet werden dürfen. Die würde schon zu Hause genutzt, außerdem würden die "Schülerinnen und Schüler sie später in ihrem Berufsalltag sowieso einsetzen", sagte Hans ebenfalls den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

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schollsky 12. Jul 2021

Okay, aber hoffen alleine wird nicht reichen. Wählen gehen (bzw. Briefwahl) ist schon mal...

Oktavian 12. Jul 2021

Ja, war es, und ich habe allergrößten Respekt davor. Zu Corona-Beginn haben die Länder...

schnedan 12. Jul 2021

if you choose the quick and easy path, you will become an agent of evil.



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