Google aus dem Internet verbannen

So lassen sich in den Einstellungen aller gängigen Browser beispielsweise die Cookies von Drittseiten blockieren. Damit kann nur noch die besuchte Seite Cookies setzen und nicht mehr die häufig für Tracking eingebundenen, externen Inhalte von Google oder Facebook.

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Da Google, Facebook und andere Trackingunternehmen in viele Webseiten eingebunden werden, können sie immer wieder ihr Cookie auslesen und so die Wege der Internetnutzer von Webseite zu Webseite verfolgen. Probleme mit dem Verbot von Drittseiten-Cookies hatte ich noch nie. Allerdings gibt es noch etliche andere Wege, einen Nutzer im Internet zu erkennen.

Deshalb hat sich die Browser-Erweiterung Ublock Origin bewährt, die die zum Tracking eingebundenen Skripte blockiert. Ohne Tracking-Software kein Über-die-Schulter-Schauen durch Google. Dabei setzt Ublock Origin auf Filterlisten, die von verschiedenen Firmen und Freiwilligen gepflegt werden. Je nachdem, wie viele der verfügbaren Listen aktiviert werden, kann es jedoch zu Problemen beim Surfen kommen. In den Standardeinstellungen funktioniert jedoch meist alles. Zudem lässt sich die Erweiterung mit zwei Klicks für eine Webseite deaktivieren.

Neben dem Tracking blockiert Ublock Origin jedoch zudem Werbeeinblendungen, das Finanzierungsmodell der aufgerufenen Webseiten und Dienste. Wer gewisse Seiten also weiterhin nutzen und unterstützen will, richtet Ausnahmeregelungen für diese ein.

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Um insbesondere Nachrichtenseiten zu unterstützen, habe ich mehrere sogenannte Pur-Abos abgeschlossen. Gegen eine monatliche Gebühr lassen sich die Webseiten anschließend werbe- und trackingfrei nutzen - und Artikel wie dieser hier können dennoch refinanziert werden. Manche Nachrichtenseiten - wie Golem.de und Ars Technica - bieten im Abo zudem Volltext-RSS-Feeds.

Googles Browser Chrome hat Datenschutzprobleme

Das ist auch insofern eine Überlegung wert, als Google Tracking-Blocker in Zukunft behindern will: Ab Januar 2023 sollen Tools wie Ublock Origin mit Googles Browser Chrome nicht mehr vollständig funktionieren, da Google die entsprechenden Schnittstellen eingeschränkt hat.

Nicht nur deswegen sollten Alternativen zu Chrome erwogen werden, das in der Vergangenheit bereits etliche Skandale rund um die Privatsphäre der Nutzer hatte. Der Browser ist eng mit den Diensten von Google verzahnt. So führt eine Anmeldung bei einem Google-Dienst standardmäßig auch zu einer Anmeldung mit Google-Konto im Chrome-Browser. Das versetzt den Browser jedoch in einen völlig anderen Modus: Daten werden nicht mehr nur lokal verarbeitet, sondern können auch auf Google-Server übertragen werden.

Aktivieren Nutzer den Syncing-Dienst in Chrome, um mehrere Browser immer auf dem gleichen Stand vorzufinden, werden Lesezeichen, Downloads, Plugins, der Browserverlauf, die gespeicherten Passwörter, Cookies, die Offlinedaten von Webseiten und die individuellen Eingaben in Formularfelder auf Google-Server übertragen.

Im Unterschied zu anderen Browsern werden sie dort standardmäßig unverschlüsselt abgelegt und von Google ausgewertet. Die sehr persönlichen und sicherheitsrelevanten Daten lassen oft Rückschlüsse auf sehr Intimes wie etwa die Religionszugehörigkeit, sexuelle Vorlieben oder politische Meinungen zu.

Surfen ohne Chrome

Google-kritische Menschen wie ich dürften daher nie wirklich in die Versuchung gekommen sein, Chrome zu nutzen. Ich bin einfach bei Firefox geblieben. Mit ein paar Einstellungen und Erweiterungen kann man diesen Browser weitgehend privatsphäretauglich umgestalten - die wichtigsten habe ich bereits weiter oben vorgestellt.

Mit Abstand am besten für die Privatsphäre ist allerdings der Tor Browser. Dieser basiert ebenfalls auf Firefox, der jedoch so angepasst wurde, dass er von außen nahezu gleich aussieht. Das erschwert sogenanntes Fingerprinting, also das Wiedererkennen des Browsers und damit des Nutzers an spezifischen Merkmalen des Browsers oder Betriebssystems.

Gesurft wird zudem über den Anonymisierungsdienst Tor. Das ist zwar für die Privatsphäre enorm vorteilhaft, bedeutet aber, dass man deutlich langsamer im Netz unterwegs ist und der Seitenaufbau mitunter etwas dauert. Ich verwende den Tor Browser als Zweitbrowser, beispielsweise für Recherchen.

Wer lieber einen Browser auf der Open-Source-Basis von Chrome nutzen möchte, die von Google befreit wurde, findet mit Brave, Ungoogled Chromium und Bromite Alternativen. Allerdings dauern (Sicherheits-)Updates bei den letzten beiden mitunter etwas länger. Während es Bromite nur für Android gibt, können Brave und Ungoogled Chromium auch auf dem Desktop verwendet werden.

Mehrere Browserhersteller, darunter Firefox und Brave, haben angekündigt, die bereits erwähnte Schnittstelle in Chrome, die von Trackingblockern wie Ublock Origin verwendet wird, nicht einschränken zu wollen. Google hält jedoch an der Beschränkung von Tracking- und Werbeblockern fest, während der Mutterkonzern Alphabet ebenjene in einem Jahresbericht an die US-Börsenaufsicht als eine direkte Bedrohung für den Umsatz bezeichnet. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.

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MarioS. 27. Feb 2022

Hier bei Apple ist es ja prinzipiell etwas besser, da Apple Geräte und Services verkauft...

wo.ist.der... 15. Okt 2021

Ist die 75 im Nick dein Alter? Das würde erklären, wieso du nichts kapiert hast, Technik...

double1981 14. Okt 2021

Privat schütze ich mich auf die selbe Weiße. Bis hin zu Clouds ist bei mir alles...

Prypjat 14. Okt 2021

4.0, weil damit ja die vierte Wand durchbrochen wurde. ;)



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