Besser mailen ohne Gmail

Mein erstes E-Mail-Konto war bei Web.de. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, wann ich es angelegt habe, wahrscheinlich Ende der 90er Jahre. Damals bekam man noch einen Brief - also die Papiervariante, nicht die elektronische -, um seine Wohnadresse zu bestätigen. Nachdem ein Freund mich aus Scherz bei einem Newsletter auf einer anrüchigen Webseite angemeldet hatte, bekam ich so viel Spam, dass die wenigen sonstigen E-Mails, die ich damals bekam, komplett untergingen. Mangels guter Spamfilter wurde die E-Mail-Adresse unbenutzbar.

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Durch einen Umweg über ein von Greenpeace Energy betriebenes und mittlerweile wieder eingestelltes E-Mail-Angebot landete ich bei Posteo. Der Anbieter betreibt seine Server ebenfalls mit Ökostrom und legt großen Wert auf Datenschutz. Statt mit meinen Daten bezahle ich Posteo mit ganz normalem Geld: Einen Euro im Monat kostet das E-Mail-Postfach. Ähnliches gibt es auch von Mailbox.org und Tutanota.

Neben dem kommerziellen E-Mail-Angebot nutze ich zudem E-Mail-Adressen bei Technikkollektiven. Sie werden von Aktivisten für Aktivisten betrieben und finanzieren sich über Spenden. Üblicherweise bekommt man ein Postfach nur auf Einladung bereits bestehender Nutzer. Zudem versuche ich, wo möglich, die E-Mails mit PGP Ende-zu-Ende zu verschlüsseln.

Gmail liest meine Mails nicht mit

Ich bin froh, dass ich nicht mit Gmail groß geworden bin und mir als Jugendlicher kein Gmail-Konto klicken konnte - schlicht, weil es den Dienst damals noch nicht gab. Mit Gmail hat Google über Jahre gezeigt, wie sehr das Unternehmen die Privatsphäre der Nutzer und auch der Nicht-Nutzer missachtet: Jede E-Mail - egal wie privat, egal wie intim - wurde gescannt und als Datenfundus für Googles personalisierte Werbung verwendet.

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Betroffen waren aber nicht nur die Nutzer, die sich ein Postfach bei Gmail geklickt hatten und so zumindest den datenschutzfeindlichen Geschäftsbedingungen zugestimmt hatten - auch wenn sie diese wahrscheinlich nicht gelesen hatten und ihnen die Auswertung ihrer E-Mails zumeist nicht bewusst gewesen sein dürfte; betroffen waren auch alle Menschen, mit denen die Gmail-Nutzer E-Mails austauschten, denn auch diese wurden gescannt.

Erst im Sommer 2017 kündigte Google an, die E-Mails nicht mehr für personalisierte Werbezwecke zu scannen - wahrscheinlich wegen laufender Beschwerden und Sammelklagen. Aus anderen Gründen scannt Google die E-Mails jedoch weiterhin, beispielsweise um sie auf kinderpornografische Inhalte zu überprüfen. Offen lässt sich Google jedoch auch viele andere Auswertungsszenarien, beispielsweise, mit wem man im Kontakt steht. Denn kostenlos sind Googles Dienste genau genommen überhaupt nicht.

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MarioS. 27. Feb 2022

Hier bei Apple ist es ja prinzipiell etwas besser, da Apple Geräte und Services verkauft...

wo.ist.der... 15. Okt 2021

Ist die 75 im Nick dein Alter? Das würde erklären, wieso du nichts kapiert hast, Technik...

double1981 14. Okt 2021

Privat schütze ich mich auf die selbe Weiße. Bis hin zu Clouds ist bei mir alles...

Prypjat 14. Okt 2021

4.0, weil damit ja die vierte Wand durchbrochen wurde. ;)



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