Gut ankommen ohne Google

Google weist uns nicht nur den Weg im Internet, auch im realen Leben finden sich viele Menschen kaum noch ohne Google Maps zurecht. Immerhin sollen rund eine Milliarde Menschen den Dienst mindestens einmal im Monat nutzen. Ob zu Freunden, in die Bar, zum Arzt oder ins Schnelltestzentrum, Google zeigt uns den Weg dorthin - und weiß damit, wohin wir gehen. Dabei geht dies das Unternehmen alles eigentlich gar nichts an, oder?

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Ich finde nicht und begab mich auch hier auf die Suche nach einer Alternative. Mit Openstreetmap (OSM) gibt es eine Karte, die ähnlich wie Wikipedia von Freiwilligen ergänzt und aktualisiert wird. Dabei wurde und wird neben Karten aus der Community auch auf verfügbare, meist staatliche Kartendaten zurückgegriffen. Wie der Name schon sagt, ist das Projekt offen für alle zugänglich - ganz ohne Tracking und Werbung.

Anfangs hatte die Karte unter Openstreetmap.org jedoch noch ein Problem: Zwar waren die meisten Wege und viele Informationen enthalten, doch es gab zumindest auf Openstreetmap.org keine Routing-Möglichkeit. Man musste sich die Routen also händisch zusammensuchen, ähnlich wie man das im vergangenen Jahrhundert mit dem Reiseatlas getan hat. Oder man musste einen externen Dienst nutzen.

Anfangs war die Nutzung von Openstreetmap also etwas weniger bequem als die von Google Maps. Das änderte sich jedoch 2015, als Openstreetmap.org eine entsprechende Funktion integrierte, die ähnlich komfortabel funktioniert wie die von Google Maps.

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Für eine Satellitenkarte nutze ich am Desktop den Kartendienst von Duckduckgo, der das Kartenmaterial und die Satellitenkarte von Apple verwendet - allerdings privatsphärefreundlich über einen Proxy von Duckduckgo.

Von der Papierskizze zum Smartphone

Zumindest bei kurzen Strecken, beispielsweise wenn ich einen Vortrag über digitale Selbstverteidigung oder Überwachung hielt, skizzierte ich den Weg vom Bahnhof zum Vortragsort daher einfach auf einem Stück Papier, das ich dann mitnehmen konnte. Das war in Zeiten vor dem Smartphone - mancher mag sich gar nicht mehr daran erinnern - neben einem Ausdruck die erste Wahl.

Mein Papier ist jedoch schon lange der Karten-App Osmand gewichen. Im Unterschied zur Google-Maps-App funktioniert diese komplett offline. Dazu kann vorher das entsprechende Kartenmaterial heruntergeladen werden, für Berlin sind das beispielsweise rund 70 MByte. Anschließend lässt sich damit navigieren, es lassen sich Favoriten festlegen und Cafés oder Supermärkte in der Umgebung finden - was man mit einer Karten-App eben so macht.

Zusatzdienste, die Google durch seine per Tracking gesammelten Daten anbieten kann, beispielsweise wo sich Staus bilden, bietet Osmand prinzipbedingt nicht - dafür überwacht es jedoch auch nicht und ist Open Source, das heißt, jeder kann sich den zugehörigen Quellcode ansehen und weiterentwickeln.

Allerdings: Bis ich überhaupt ein Smartphone hatte und Osmand nutzen konnte, dauerte es bis 2014, weil ich den Geräten grundsätzlich skeptisch gegenüberstehe.

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 Datenschutz: Google weiß fast alles - aber nicht über michDas Smartphone ist eine Datensammelmaschine 
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MarioS. 27. Feb 2022

Hier bei Apple ist es ja prinzipiell etwas besser, da Apple Geräte und Services verkauft...

wo.ist.der... 15. Okt 2021

Ist die 75 im Nick dein Alter? Das würde erklären, wieso du nichts kapiert hast, Technik...

double1981 14. Okt 2021

Privat schütze ich mich auf die selbe Weiße. Bis hin zu Clouds ist bei mir alles...

Prypjat 14. Okt 2021

4.0, weil damit ja die vierte Wand durchbrochen wurde. ;)



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