Datenschutz: Google und Apple verbieten Tracking mit X-Mode-Code

X-Mode sammelt Standortdaten und verkauft diese weiter - Entwickler erhalten dafür eine Provision. Das ist Apple und Google nicht recht.

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Apple und Google gehen gegen das Tracking von X-Mode Social vor.
Apple und Google gehen gegen das Tracking von X-Mode Social vor. (Bild: Pixabay/Pixabay-Lizenz)

Apple und Google gehen gegen die Firma X-Mode Social vor und untersagen Entwicklern, den Code des Datenhändlers in ihren Apps zu verwenden. Das berichtet The Verge unter Berufung auf das Wall Street Journal.

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X-Mode sammelt während der App-Nutzung Standortdaten des Nutzers und verkauft diese weiter. Entwickler müssen dafür nur entsprechenden Code in ihre Anwendung einbetten; für die Weiterleitung der Daten erhalten sie eine Provision, die analog zur Nutzerzahl der App steigt.

X-Mode Social zufolge gibt es über 400 Apps, die Daten auf diese Weise weiterleiten. Ein Hinweis findet sich oft nur in den Nutzungsbedingungen der App, die die meisten Nutzer mutmaßlich nicht lesen.

X-Mode Social soll Daten an US-Militär verkauft haben

Der Code von X-Mode soll unter anderem in zahlreichen Apps stecken, die sich an muslimische Nutzer wenden - etwa Anwendungen, die an Gebetszeiten erinnern. X-Mode Social soll die Daten einem Bericht von Motherboard zufolge auch an das US-Militär verkauft haben, was vor diesem Hintergrund Bedenken hervorrufen kann.

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Apple gibt seinen Entwicklern zwei Wochen Zeit, den X-Mode-Code aus ihren Apps zu entfernen. Google gewährt Programmierern nur eine Woche, auf Antrag kann der Zeitraum aber um 30 Tage verlängert werden.

Dass Standortdaten verkauft werden, ist nicht neu. Üblicherweise werden die Daten um persönliche Angaben bereinigt. Grundsätzlich empfiehlt es sich immer, von einer App angeforderte Berechtigungen kritisch zu hinterfragen. Ein Timer oder ein Taschenrechner braucht im Zweifelsfall keine Standortberechtigung - diese kann dann auch einfach verweigert werden.

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