Datenschutz: Google trackt Anwender auf iOS App-übergreifend
Wer die neue iOS-Version von Gmail nutzt, kann über die Hintergrundaktualisierung auch dann über eingehende E-Mails informiert werden. Diese Funktion ist nur unter iOS 7 nutzbar und erfordert es, dass die Hintergrundaktualisierung für diese App auch eingeschaltet ist, wie Google in einem Blogposting(öffnet im neuen Fenster) mitteilt.
Gleichzeitig wird der Anwender über die Gmail-App bei allen sonst noch auf dem iPhone oder iPad installierten Google-Apps angemeldet und muss nicht jedes Mal beim App-Wechsel sein Google-Kennwort eingeben. Dazu zählen Maps, Drive, Youtube und Chrome. Das funktioniert auch in der Gegenrichtung: Wer sich in einer App ausloggt, wird in allen abgemeldet. Das ist für den Anwender komfortabel, verhindert jedoch eine anonyme Nutzung von Apps wie Youtube und beschert Google Daten über das Benutzerverhalten.
Das übergreifende Login hat für Google den großen Vorteil, dass es den Anwender und sein Verhalten nun über mehrere Apps hinweg tracken kann. Was beim Browser kein Problem darstellt, war bei der Verwendung der Apps bislang nicht möglich, sofern sich der Anwender nicht die Mühe machte, sich überall anzumelden.
Nun erkennt Google beispielsweise, dass derselbe Anwender, der Werbung in einem Youtube-Video angesehen hat, das beworbene Produkt über Chrome kaufte. Anonym kann der Anwender gegenüber Google auf iOS nur noch sein, wenn er sich gar nicht anmeldet – doch dann sind Dienste wie Gmail auch nicht mehr nutzbar.
Gmail für iOS(öffnet im neuen Fenster) kann in Apples iTunes App Store kostenlos heruntergeladen werden.



