Datenschutz: Google-Angestellte wegen Missbrauch ihrer Zugänge entlassen

Dutzende Google-Angestellte haben ihre Zugänge missbraucht, um auf Unternehmens- oder Nutzerdaten zuzugreifen. 2020 wurden 36 von ihnen entlassen.

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Nicht nur Google, sondern auch die Angestellten sind manchmal zu neugierig.
Nicht nur Google, sondern auch die Angestellten sind manchmal zu neugierig. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Google hat zwischen 2018 und 2020 etliche Angestellte entlassen, weil sie ihren Unternehmenszugang missbraucht haben sollen. Dabei könnten mehrere Angestellte auch auf die Daten von Google-Nutzern oder -Mitarbeitern zugegriffen haben. Das berichtet das Onlinemagazin Motherboard, dem ein internes Google-Dokument mit den entsprechenden Informationen vorliegt.

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Laut dem Bericht handelt das Dokument von Untersuchungen seitens Google über Angestellte, die ihre Position ausnutzen, um Daten zu stehlen, durchsickern zu lassen oder zu missbrauchen. Demnach wurden 2020 36 Google-Angestellte wegen entsprechender Vorwürfe entlassen. Allerdings werden nicht alle Angestellten, die ihr Konto missbräuchlich nutzen, gekündigt. Teilweise wird seitens Google auch mit Warnungen, Schulungen oder Coaching auf die Fälle reagiert.

Bei einem Großteil der Fälle (86 Prozent) handelte es sich 2020 um die Weitergabe von internen Informationen an Dritte, während rund zehn Prozent der Fälle den Zugriff, Änderung oder Löschung von Nutzerdaten betrafen. Laut der Person, die das Dokument an Motherboard weitergegeben hatte, wurden im Jahr 2019 26 Personen aus oben genannten Gründen entlassen, während es 2018 18 waren.

In einer Stellungnahme betonte Google, dass es sich bei den Fällen vornehmlich um die Weitergabe von internen Informationen handelt. Insgesamt handele es sich nach Ansicht von Google um wenige Fälle. Alle Angestellten würden jährlich geschult.

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"Was die Nutzerdaten betrifft, so schränken wir den Zugang der Angestellten durch eine Reihe von branchenführenden Sicherheitsvorkehrungen stark ein, darunter: Beschränkung des Zugangs zu Nutzerdaten auf die notwendigen Personen, Erfordernis einer Rechtfertigung für den Zugang zu solchen Daten, mehrstufige Überprüfung, bevor der Zugang zu sensiblen Daten gewährt wird, und Überwachung des Zugangs auf Anomalien und Verstöße", schreibt Google in der Stellungnahme.

Weitere Fälle von Datenmissbrauch

Es ist nicht der erste Fall, bei dem Angestellte ihren Datenzugriff missbrauchen. Erst kürzlich zahlte Apple einer Studentin Millionen, nachdem Techniker bei der Reparatur ihres iPhones auf Nacktfotos der damals Minderjährigen zugegriffen und diese unter ihrem Facebook-Konto veröffentlicht hatten.

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Im Januar wurde bekannt, dass ein Techniker der Sicherheitsfirma ADT auf die von ihm installierten Überwachungskameras bei Privatpersonen zugriff. Im Jahr 2019 hatte ein ehemaliger Yahoo-Mitarbeiter zugegeben, seine Position als Softwareentwickler ausgenutzt zu haben, um sich Zugang zu Tausenden Yahoo-Nutzerkonten zu verschaffen. Dort hatte er es auf private und intime Inhalte abgesehen. Zum Teil nutzte er die Yahoo-Mailkonten als Ausgangspunkt, um in andere Konten der Betroffenen einzudringen.

Der Amazon-Tochter Ring wurde vorgeworfen, dass die Angestellten auf die Aufnahmen der von den Unternehmen vertriebenen Videoüberwachungskameras zugreifen können. Ring widersprach den Vorwürfen des Onlinemagazins The Intercept.

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