Ada: "Dritte haben keinen Zugriff" - doch gesendet wird fleißig

Dem Magazin Ct erklärte der Hersteller der Gesundheitsapp Ada jedoch: "Dritte haben keinen Zugriff auf persönliche Gesundheitsinformationen der User. Facebook, Adjust oder Amplitude erfahren folglich nicht, ob ein User beispielsweise angibt, Bluthochdruck zu haben oder wo er versichert ist." Mit den Forschungsergebnissen konfrontiert, erklärte Ada, dass sie einen "eigenen, geschützten Bereich innerhalb von Amplitude" habe, "auf welchen Amplitude keinen Zugriff hat." Das sei "durch entsprechende Verträge abgesichert". Die vertragliche Absicherung betonte Ada auch auf Anfrage von Golem.de. Auf die Nachfrage, wie technisch sichergestellt werde, dass Amplitude oder Facebook nicht auf die Daten zugreifen könnten, antwortete Ada nicht. Ebenfalls unbeantwortet blieb die Frage, warum derlei Daten an Dritte übermittelt wurden.

"Die Reaktion von Ada wirft nun natürlich die Frage auf, ob das Unternehmen die Datenübermittlung bewusst verschweigt oder selbst keine Kenntnis darüber hat, welche Daten die Tracker-Dienste der Ada-Gesundheitsapp eigentlich übermitteln. Wie auch immer die Antwort ausfallen mag, es ist ein absolut unverantwortliches Verhalten", sagt Kuketz.

Zwischenzeitlich war die App aus dem Google Play Store verschwunden. Sie tauchte in einer aktualisierten Version ohne Datenübertragungen an Amplitude wieder auf. Ct vermutet, dass Ada gegen die Nutzungsbedingungen von Google verstoßen habe, indem sie die Werbe-ID ohne ausdrückliche Zustimmung des Nutzers mit personenbezogenen Daten verknüpft hatte und daher kurzzeitig aus dem Google Play Store entfernt wurde.

Gesundheitsapps: Wenig Datenschutz, wenig Sicherheit

Gesundheitsapps und Fitnessarmbänder werden laut einer Umfrage immer beliebter, trotzdem sind die Datenschutzbedenken der Nutzer hoch. Dass Daten in unbefugte Hände gelangen und missbräuchlich genutzt werden könnten, befürchtet demnach mehr als jeder Zweite (59 Prozent).

Erst im Februar wurde bekannt, dass Entwickler von Gesundheitsapps über ein Facebook-Plugin sensible Daten an das soziale Netzwerk übermitteln. Darunter können beispielsweise Daten über Blutdruck, Herzschlag und andere Werte fallen. Der Sicherheitsforscher Martin Tschirsich hatte für einen Vortrag auf dem Chaos Communication Congress mehrere Gesundheitsapps untersucht und Sicherheitslücken gefunden, wo er auch hinschaute. Nach den Plänen des Bundesgesundheitsministers sollen Patienten bestimmte Gesundheits-Apps künftig von der Kasse bezahlt bekommen - wenn ihr Arzt sie ihnen verschreibt.

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 Datenschutz: Gesundheitsapp Ada übermittelte persönliche Daten an Tracker
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trinkhorn 14. Okt 2019

Ich bezweifele, dass Ada meine Gesundheit offline auf meinem Smartphone analysieren...

trinkhorn 14. Okt 2019

Teils stimme ich dir zu, aber Teilweise ist das auch ein ziemlich verklärtes Bild von...

ahofmann 14. Okt 2019

Wenn du Schufa so reagiert, sollte man das an die Behörden melden. Es wird dauern, aber...

bastie 14. Okt 2019

So wie bei Android also. So wie bei Android also. So wie mit Google Fit meinst du? Mir...



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