Datenschutz: Fitness-Apps teilen heimlich heikle Daten mit Facebook

Herzschlag, Blutdruck, Körpertemperatur: Einige Fitness-Applikationen senden solch heikle Daten an Facebook. Dort können sie für personalisierte Werbung genutzt werden. Facebook schiebt die Verantwortung dafür auf die Entwickler.

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Gesundsheitsdaten gehen an Facebook.
Gesundsheitsdaten gehen an Facebook. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Viele App-Entwickler nutzen ein Facebook-Plugin, welches das Übermitteln von heiklen Daten an das soziale Netzwerk ermöglicht, um diese dann für Werbezwecke weiterzunutzen. Allerdings wissen die Nutzer der Apps davon zumeist nichts. Das will die US-Zeitung Wall Street Journal (WSJ) herausgefunden haben. Das US-Magazin The Verge bereitet den Bericht auf. Demnach sind vor allem Gesundheitsapplikationen betroffen, welche Daten über Blutdruck, Herzschlag und andere Werte sammeln. 11 von 70 dieser Programme zeigen dieses Verhalten.

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Mit solchen Daten könne Facebook beispielsweise ermitteln, ob eine Person gesundheitliche Probleme habe, viel Sport treibe oder schwanger sei - und entsprechende Werbeanzeigen einblenden, schreibt das WSJ. Das Problem sei, dass ein solches Plugin weder von Google noch von Apple gut erkannt werden könne, weil es die normalen Berechtigungen wie Kamera, GPS oder Zugriff auf Dateien wohl umgehen könne.

Rechtfertigung von Facebook und App-Entwickler

Facebook rechtfertigt sich: Parameter zu definieren, nach denen Apps Daten sammeln, liege im Ermessen der Entwickler und nicht bei ihnen. Das Unternehmen rate vielmehr davon ab, heikle Daten zu teilen - speziell Daten zum Gesundheitszustand.

Eine der betroffenen Apps ist Flo Health, deren Entwickler das Plugin nach eigenen Aussagen stark eingeschränkt haben. Die App übermittelt laut WSJ eine Geräte-ID und ein Nutzerprofil an das soziale Netzwerk, damit diese mit einem Facebook-Profil abgeglichen werden können. Das Entwicklerstudio wolle künftig wesentlich weniger Analyse-Tools verwenden.

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Erst kürzlich ist ein ähnlich kurioses Verhalten von Facebook-Plugins aufgefallen. Apple hat daher die App Shazam angepasst, damit sie weder Facebook- noch Google-SDKs verwendet. Das diene dem Datenschutz. Derweil gibt es weiterhin sehr viele Programme, die solche Plugins nutzen.

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riroc 27. Feb 2019

Ich finde es unglaublich das Facebook solche Daten zwar kauft und benutzt, doch von...

FreiGeistler 27. Feb 2019

Es ist auch statistisch nicht von der Hand zu weisen, dass Leute mit 10-15kg Fett...

atomie 24. Feb 2019

dann sollen die "leute" doch vorher informiert werden das sie mit ihren daten bezahlen...

Hotohori 24. Feb 2019

Vielleicht war es ja ironisch gemeint, aber aus irgend einem Grund hab ich da so meine...



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