• IT-Karriere:
  • Services:

Datenschutz: Facebook zahlt 650 Millionen in Klage zu Gesichtserkennung

Die automatische Gesichtserkennung darf Facebook nur nach Einwilligung nutzen. Der Anbieter hat sein Vorgehen dazu inzwischen geändert.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Facebook arbeitet auch weiterhin an Gesichtserkennung.
Facebook arbeitet auch weiterhin an Gesichtserkennung. (Bild: DAMIEN MEYER/AFP via Getty Images)

Facebook zahlt nach einem jahrelangen Gerichtsverfahren 650 Millionen US-Dollar an Kläger in einem Streit um den Einsatz von Gesichtserkennungs-Technologie. Ein Richter in Kalifornien billigte am Wochenende die bereits im vergangenen Jahr verhandelte Einigung der Parteien in dem Rechtsstreit. Pro Kläger gibt es mindestens 345 US-Dollar (gut 286 Euro). Die drei Facebook-Nutzer, die die Sammelklage angestoßen hatten, bekommen jeweils 5000 US-Dollar.

Stellenmarkt
  1. InnoGames GmbH, Hamburg
  2. Ascom Deutschland GmbH, deutschlandweit

In dem seit 2015 laufenden Verfahren geht es um die Funktion, bei der Facebook vorschlägt, in Fotos abgebildete Freunde mit Namen zu markieren. Die Kläger argumentierten, dass es gegen ein Gesetz zur Gesichtserkennung im US-Bundesstaat Illinois verstieß, dafür vorher nicht die Einwilligung der Betroffenen einzuholen. Inzwischen änderte Facebook das Verfahren weltweit und fragt Nutzer erst nach einer Erlaubnis, um die Funktion zu nutzen.

Eingeführt hatte Facebook die Funktion bereits vor etwa zehn Jahren, zunächst als Teil eines Testlaufs. Nur wenige Monate später jedoch aktivierte der Social-Media-Anbieter die Technik zur automatischen Gesichtserkennung ohne vorherige Ankündigung auch für Nutzer außerhalb der USA. Nutzer mussten der Verwendung der Funktion in den Datenschutzeinstellungen im Sinne eines Opt-Out explizit widersprechen.

Dieses Vorgehen hatte schon unmittelbar nach Einführung der Technik dazu geführt, dass sich die Datenschützer in der EU damit befassten. Derartige juristische Auseinandersetzungen oder eben auch die angesprochene Klage haben Facebook offenbar bewogen, letztlich doch eine Zustimmung der Nutzer einzufordern. Aufgegeben hat das Unternehmen die Arbeit an der Gesichtserkennung damit aber nicht. So hat Facebook die Gesichtserkennung vor rund drei Jahren noch als Schutz vor Identitätsmissbrauch beworben, was in der EU zunächst aber nicht genutzt worden ist. Zuletzt diskutierte das Unternehmen offenbar intern, ob die geplante smarte Brille eine Gesichtserkennung bieten soll.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 59€ (Bestpreis)
  2. 1.099€ (Bestpreis)
  3. (u. a. Super Seducer 3 - Uncensored Edition für 10,79€, Total War: Rome - Remastered für 26...
  4. 399,99€

Rulf 01. Mär 2021 / Themenstart

naja... am besten ist es immer noch bei diesen datensammelvereinen erst garnicht...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Übersetzung mit DeepL - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie die Windows-Version des Übersetzungsprogramms DeepL funktioniert.

Übersetzung mit DeepL - Tutorial Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /