Datenschutz: Facebook will keine neuen Gesichter mehr erkennen, aber...

Facebook kündigte gegenüber dem Datenschutzbeauftragen Hamburgs Johannes Caspar zwar an, keine Gesichtserkennung für neue Nutzer mehr vorzunehmen, die bestehende Datenbank aber will das Unternehmen nicht löschen. Daher will Caspar nun wieder gegen Facebook vorgehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Prof. Dr. Johannes Caspar
Prof. Dr. Johannes Caspar (Bild: Freie und Hansestadt Hamburg)

Anfang Juni 2012 hatte Hamburgs Datenschutzbeauftrager Johannes Caspar den Erlass einer Anordnung gegen Facebook zurückgestellt, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, die Verhandlungen mit der irischen Datenschutzbehörde zur automatischen Gesichtserkennung stünden kurz vor einer rechtlich tragfähigen Einigung. Allerdings kündigte Facebook nun auf Caspars Nachfrage lediglich an, vorerst auf die Erstellung weiterer Gesichtsmodelle von neuen Nutzern zu verzichten und weitergehende Verpflichtungen abzulehnen.

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Doch nach Ansicht Caspars ist und bleibt die bestehende Datenbank biometrischer Muster, die ohne Einwilligung der Betroffenen angelegt wurde, rechtswidrig, weshalb er das im Juni ausgesetzte Verfahren nun wieder aufnehmen will. Die Hoffnung, auf dem Verhandlungsweg zu einer Einigung mit Facebook zu kommen, habe sich nur zum Teil erfüllt.

Die bestehende Datenbank mit den durch Gesichtserkennung erzeugten biometrischen Daten berge ein immenses Risiko- und Missbrauchspotenzial, so Caspar. Nach Ansicht des Datenschützers darf Facebook die bereits gespeicherten Daten nur aufheben, wenn die Nutzer dem nochmals ausdrücklich zustimmen. Anderenfalls seien die Daten zu löschen.

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elgooG 16. Aug 2012

Das Schreckliche dabei ist allerdings, dass die Chance sehr groß ist, dass Dritte deine...

KungFubuntu 16. Aug 2012

Ich denke diese Daten könnten Zuckerberg noch ne Menge Geld einbringen...

redbullface 15. Aug 2012

Stimmt schon. Aber was können sie dann mit den Daten noch anfangen, wenn es öffentlich...



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