• IT-Karriere:
  • Services:

Datenschutz: Facebook verschärft erneut die Nutzungsbedingungen

Eine neue Änderung des Kleingedruckten bei Facebook tritt heute in Kraft. Wer das soziale Netzwerk weiter nutzt, ist automatisch einverstanden.

Artikel veröffentlicht am ,
Datenschutz: Facebook verschärft erneut die Nutzungsbedingungen
(Bild: Michael Dalder/Reuters)

Facebook ändert erneut die Nutzungsbedingungen. Die Landesdatenschützer von Schleswig-Holstein und Hamburg berichten, den Mitgliedern des sozialen Netzwerks werde damit die Möglichkeit genommen, selbst zu entscheiden, ob ein Update installiert werden soll oder nicht. Zudem wird die Übermittlung von Daten zwischen Nutzern einer Anwendung offenbar erleichtert. Wer Facebook weiterhin nutzt, erklärt sich damit automatisch einverstanden mit den Änderungen.

Stellenmarkt
  1. SWB Bus und Bahn, Bonn
  2. DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, Traunreut (Raum Rosenheim)

Facebook hat die Änderungen im Kleingedruckten seit dem 15. März 2012 zur Diskussion gestellt, die Frist endet heute. Thilo Weichert, Landesdatenschützer aus Schleswig-Holstein, sagte: "Die Datenverwendungsrichtlinien sind weder mit europäischem noch mit deutschem Datenschutzrecht vereinbar. Eine wirksame Einwilligung der Nutzer scheitert vor allem an einer klaren Aufklärung über die Datenverarbeitung und der fehlenden Wahlmöglichkeit für die Betroffenen, die Verwendung ihrer Nutzungs- und Inhaltsdaten für Werbezwecke zu untersagen."

"Sehr plump formuliertes Regelwerk"

Stattdessen lege Facebook "ein weiteres, sehr plump formuliertes Regelwerk" vor, das die Abläufe der automatisierten Datenverarbeitung des sozialen Netzwerks weiter verdunkle. Es sollte sich langsam durchsetzen, dass seriöse deutsche Anbieter mit derart windigen Angeboten nicht zusammenarbeiten, betonte Weichert.

In den Änderungen heißt es: "Deine weitere Nutzung von Facebook nach Änderungen an unseren Bedingungen bedeutet gleichzeitig dein Akzeptieren unserer geänderten Bedingungen."

"Wenn du oder andere Nutzer, die deine Inhalte und Informationen sehen können, eine Anwendung verwenden, werden deine Inhalte und Informationen an die Anwendung übermittelt." Neu ist hier die Erweiterung auf "andere Nutzer", die durch Verwendung einer Anwendung anscheinend schon eine Übermittlung der eigenen Daten auslösen können.

"Wenn du unsere Software herunterlädst, wie beispielsweise ein eigenständiges Softwareprodukt oder ein Browser-Plugin, stimmst du zu, dass die Software von Zeit zu Zeit Neuerungen, Aktualisierungen und zusätzliche Funktionen von uns herunterlädt, um die Software zu verbessern beziehungsweise weiterzuentwickeln." Den Nutzenden wird damit die Möglichkeit genommen, selbst zu entscheiden, ob ein Update installiert werden soll oder nicht.

Bezahlte Dienstleistungen nicht immer gekennzeichnet

Eine weitere Formulierung im Kleingedruckten besteht schon länger und besagt: "Du verstehst, dass wir bezahlte Dienstleistungen und Kommunikationen möglicherweise nicht immer als solche kennzeichnen." Dies widerspricht laut Weichert dem Telemediengesetz.

Hamburgs Landesdatenschützer Johannes Caspar betonte, beide Datenschutzstellen "haben durch technische Untersuchungen problematisiert, dass ein umfassendes Nutzertracking von angemeldeten und nicht angemeldeten Nutzerinnen und Nutzern erfolgt." Dazu gibt es aber keine Richtlinien.

Das Unternehmen betonte gegenüber Golem.de, Facebook sei es "wichtig, diese Änderungen vorab publik" zu machen und "unter Einbeziehung der Nutzer zu tätigen."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 1.199,00€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. (u. a. RTX 2080 ROG Strix Gaming Advanced für 699€, RTX 2080 SUPER Dual Evo OC für 739€ und...

Affenkind 23. Mär 2012

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-muss-neue-Nutzungsbedingungen...

caldeum 23. Mär 2012

Eine Sperrung wäre einen Versuch wert - aber dann mit einem Ultimatum. Ist das Ultimatum...

Hanz Bergmann 23. Mär 2012

Also um das Problem nochmal zusammenzufassen: 1. fb macht Sachen die in Deutschland nicht...

actionjackson 22. Mär 2012

frag mich auch langsam was das soll. acta befürworten aber den verbraucher nicht schützen...


Folgen Sie uns
       


Philips Hue Play HDMI Sync Box angesehen

Die Philips Hue Play HDMI Sync Box ist ein HDMI-Splitter, über den Hue Sync verwendet werden kann. Im ersten Kurztest funktioniert das neue Gerät gut.

Philips Hue Play HDMI Sync Box angesehen Video aufrufen
Bosch-Parkplatzsensor im Test: Ein Knöllchen von LoRa
Bosch-Parkplatzsensor im Test
Ein Knöllchen von LoRa

Immer häufiger übernehmen Sensoren die Überwachung von Parkplätzen. Doch wie zuverlässig ist die Technik auf Basis von LoRa inzwischen? Golem.de hat einen Sensor von Bosch getestet und erläutert die Unterschiede zum Parking Pilot von Smart City System.
Ein Test von Friedhelm Greis

  1. Automated Valet Parking Daimler und Bosch dürfen autonom parken
  2. Enhanced Summon Teslas sollen künftig ausparken und vorfahren

Need for Speed Heat im Test: Temporausch bei Tag und Nacht
Need for Speed Heat im Test
Temporausch bei Tag und Nacht

Extrem schnelle Verfolgungsjagden, eine offene Welt und viel Abwechslung dank Tag- und Nachtmodus: Mit dem Arcade-Rennspiel Heat hat Electronic Arts das beste Need for Speed seit langem veröffentlicht. Und das sogar ohne Mikrotransaktionen!
Von Peter Steinlechner

  1. Electronic Arts Need for Speed Heat saust durch Miami

DSGVO: Kommunen verschlüsseln fast nur mit De-Mail
DSGVO
Kommunen verschlüsseln fast nur mit De-Mail

Die Kommunen tun sich weiter schwer mit der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung. Manche verstehen unter Daten-Verschlüsselung einen abschließbaren Raum für Datenträger.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Datenschmuggel US-Gericht schränkt Durchsuchungen elektronischer Geräte ein
  2. Digitale Versorgung Viel Kritik an zentraler Sammlung von Patientendaten
  3. Datenschutz Zahl der Behördenzugriffe auf Konten steigt

    •  /