Abo
  • Services:
Anzeige
Facebook nutzt den Smartphone-Standort, um Freunde vorzuschlagen.
Facebook nutzt den Smartphone-Standort, um Freunde vorzuschlagen. (Bild: Jewel Samad/Getty Images)

Datenschutz: Facebook trackt Standort der Nutzer um Freunde vorzuschlagen

Facebook nutzt den Smartphone-Standort, um Freunde vorzuschlagen.
Facebook nutzt den Smartphone-Standort, um Freunde vorzuschlagen. (Bild: Jewel Samad/Getty Images)

Das Gesicht kommt irgendwie bekannt vor, aber von dem Namen hat man noch nie etwas gehört? Facebook schlägt Nutzern auf Basis von Standortdaten passende Freunde vor. Facebook hat seine zweimal bestätigten Aussagen jetzt zurückgerufen.

Facebook nutzt offenbar die Standortdaten von Smartphone-Nutzern, um passende Freunde vorzuschlagen. Demnach bekommen Menschen, die sich ein- oder mehrmals am gleichen Ort aufgehalten haben sich möglicherweise gegenseitig als "Personen, die du kennen könntest" vorgeschlagen. Nach Angaben von Facebook ist dazu aber neben dem geteilten Standort ein weiteres gemeinsames Merkmal wie überlappende Netzwerke, Beruf oder andere Präferenzen notwendig. Facebook hatte das Journalisten zunächst bestätigt, später aber widerrufen.

Anzeige

Fusion hatte über die Praxis von Facebook berichtet, nachdem ein Mann einen Freundesvorschlag bekam, den er sich nicht recht erklären konnte. Der Mann war zu einer Selbsthilfegruppe gegangen und hatte am darauffolgenden Tag eine der dort anwesenden Personen als Freund vorgeschlagen bekommen. Er hatte nach eigenen Angaben noch niemals vorher Kontakt mit der Person und demnach auch keine Handynummer oder ähnliche Informationen in seinem Smartphone oder Facebook-Account gespeichert.

Nutzer können Zugriff auf Standort blockieren

Der Verdacht liegt also nahe, dass Facebook den Standort der Nutzer nutzt, um passende Freunde zu finden. Die entsprechende Einstellung findet sich in den Datenschutzeinstellungen, vielen Nutzern dürfte nicht bewusst sein, dass die Option aktiviert ist. Nutzer können die Verknüpfung unter "Standort" selbst deaktivieren.

Ein Facebook-Sprecher bestätigte Fusion den Zusammenhang: "Menschen die du kennen könntest sind Menschen auf Facebook, die du kennen könntest", sagte der Sprecher zu Fusion. "Wir zeigen dir Vorschläge für Menschen basierend auf gemeinsamen Freunden, Arbeit und Bildungsinformationen, Netzwerken, zu denen du gehörst, von dir importierten Kontakten und vielen andere Faktoren." Einer dieser Faktoren sei der Standort der Smartphones.

Diese Vorschläge könnten zu Problemen führen. Denn wenn, wie im oben erwähnte Beispiel, jemand zu einer Selbsthilfegruppe geht und am nächsten Tag einen dort Anwesenden vorgeschlagen bekommt, ist die in diesen Gruppen oft gewünschte Anonymität dahin, auch weil Facebook auf Klarnamen besteht. Sobald neben dem Standort noch ein weiteres Merkmal zufällig passt, wie zum Beispiel eine gemeinsame Universität oder mehrere Fanseiten, die beide abonniert haben.

Nachtrag vom 28. Juni 2016, 21:19 Uhr

Facebook hat das Fusion gegebene Zitat mittlerweile widerrufen. Zuvor hatte das soziale Netzwerk nach Angaben von Fusion zweimal bestätigt, dass die Standortdaten wie im Artikel beschrieben genutzt werden. Der gesamte Vorgang ist in einem neuen Artikel bei Fusion nachzulesen.

Wie die ansonsten schwer erklärbaren Freundesempfehlungen ohne die Standortdaten zustande kommen, erklärt Facebook allerdings nicht.


eye home zur Startseite
TC 29. Jun 2016

Ja, ihr bleibt hier immer die coolsten Kids im Block :)

TC 29. Jun 2016

zumindest Chrome und Opera fragen erst "ob Facebook ihren Standort verwenden darf"

yoyoyo 29. Jun 2016

Naja, wirst halt Facebook Zugriff auf deine Kontakte gegeben haben oder die andere, falls...

Kleba 28. Jun 2016

Etwas ähnliches hatte ich mit einem Bekannten. Der hatte sich - lediglich mündlich - u.a...

ohinrichs 28. Jun 2016

So einfach ist das nun auch nicht... Wenn das gegen geltende Gesetze verstößt, hält...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. IAV GmbH - Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr, Sindelfingen
  3. European XFEL GmbH, Schenefeld
  4. Magazino GmbH, München oder Home-Office


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 120,99€
  2. 184,90€ + 3,99€ Versand (Bestpreis!)
  3. Samsung Aktionsgerät kaufen und je nach Modell ein Galaxy S7/edge oder Tab E gratis erhalten

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Arrow Launcher 3.0

    Microsofts Android-Launcher braucht weniger Energie und RAM

  2. Die Woche im Video

    Angeswitcht, angegriffen, abgeturnt

  3. Hardlight VR Suit

    Vibrations-Weste soll VR-Erlebnis realistischer machen

  4. Autonomes Fahren

    Der Truck lernt beim Fahren

  5. Selektorenaffäre

    BND soll ausländische Journalisten ausspioniert haben

  6. Kursanstieg

    Bitcoin auf neuem Rekordhoch

  7. Google-Steuer

    Widerstand gegen Leistungsschutzrecht auf EU-Ebene

  8. Linux-Kernel

    Torvalds droht mit Nicht-Aufnahme von Treibercode

  9. Airbus A320

    In Flugzeugen wird der Platz selbst für kleine Laptops knapp

  10. Urheberrecht

    Marketplace-Händler wegen Bildern von Amazon bestraft



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Limux: Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
Limux
Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
  1. Limux München prüft Rückkehr zu Windows
  2. Limux-Projekt Windows könnte München mehr als sechs Millionen Euro kosten
  3. Limux Münchner Stadtrat ignoriert selbst beauftragte Studie

Wacoms Intuos Pro Paper im Test: Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
Wacoms Intuos Pro Paper im Test
Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
  1. Wacom Brainwave Ein Graph sagt mehr als tausend Worte
  2. Canvas Dells Stift-Tablet bedient sich bei Microsoft und Wacom
  3. Intuos Pro Wacom verbindet Zeichentablet mit echtem Papier

Bundesnetzagentur: Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
Bundesnetzagentur
Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
  1. My Friend Cayla Eltern müssen Puppen ihrer Kinder zerstören
  2. Matoi Imagno Wenn die Holzklötzchen zu dir sprechen
  3. Smart Gurlz Programmieren lernen mit Puppen

  1. Re: Hätte Windows Phone so ausgesehen, wäre es...

    ArcherV | 18:58

  2. Re: Anscheinend gibt es keine gesetzlichen Vorgaben.

    picaschaf | 18:41

  3. Re: Gibt es schon Atteste für 2m Menschen?

    ChMu | 18:38

  4. Re: 2-2-Konfiguration

    ChMu | 18:34

  5. Re: Wer in einem Betrieb...

    demon driver | 18:30


  1. 11:57

  2. 09:02

  3. 18:02

  4. 17:43

  5. 16:49

  6. 16:21

  7. 16:02

  8. 15:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel