Datenschutz: Facebook plant zentrale Privatsphäre-Einstellungen

"So privat, wie du es willst": Das ist der Slogan einer neuen Kampagne, mit der Facebook seine Nutzer für Datenschutz sensibilisieren möchte. Im Laufe des Jahres soll es einen neuen zentralen Privatsphäre-Bereich geben.

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Facebook plant neue Privatsphäre-Einstellungen.
Facebook plant neue Privatsphäre-Einstellungen. (Bild: Facebook)

Es weiß wohl kaum jemand, aber der 28. Januar 2018 ist ganz offiziell der Europäische Datenschutztag. Facebook nutzt die Gelegenheit, um seine Mitglieder in einer neuen Kampagne für das Thema zu sensibilisieren. Unter dem Slogan "So privat, wie du es willst" sollen die Nutzer in ihrer Timeline eine Reihe von Videos sehen können, die auf sinnvolle Datenschutzeinstellungen aufmerksam machen. In den Filmchen ist unter anderem zu sehen, dass es möglich ist, alte (peinliche) Beiträge zu löschen oder dass man seine Beiträge nur bestimmten Personen zugänglich machen kann.

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Im Firmenblog kündigt außerdem Chief Privacy Officer Erin Egan an, dass es noch 2018 einen neuen Bereich geben soll, "der alle wichtigen Privatsphäre-Einstellungen an einem zentralen Ort sammelt". Egan nennt noch keine Details, will für die Gestaltung aber "Feedback von Nutzern, politischen Entscheidungsträgern und Datenschutzexperten aus aller Welt" einholen. Bereits vor einigen Tagen hatte Facebook-Managerin Sheryl Sandberg die neuen Optionen angekündigt, mit denen die Firma unter anderem auf die Datenschutzgrundverordnung der EU reagieren will, die im Mai 2018 in Kraft tritt.

Ebenfalls neu sind die Facebook-Datenschutzgrundsätze: Dabei handelt es sich um sehr blumig formulierte Versprechungen, die das Unternehmen seinen Nutzern macht, ohne allzu konkret zu werden. So ist dort nachzulesen, dass es zusammen mit "Aufsichtsbehörden, Gesetzgebern und Datenschutzexperten aus aller Welt" unter anderem "gründliche Datenschutzprüfungen" gibt.

Etwas weniger blumig war ein Gerichtsurteil gegen Facebook vor wenigen Tagen. Dabei hatte der aus Österreich stammende Datenschutzaktivist Max Schrems zwar nicht erreichen können, dass internationale Sammelklagen von Verbrauchern gegen Datenschutzverstöße von IT-Konzernen - konkret ging es eben um Facebook - zulässig sind. In vielen anderen Punkten hatte der Aktivist sich aber durchgesetzt, so dass nun unter anderem eine Musterklage gegen den Datenmissbrauch von Facebook in Wien zulässig ist.

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Druck droht derzeit auch durch das Bundeskartellamt, das Sanktionen gegen Facebook vorbereitet, falls das Unternehmen das Sammeln von Daten ohne Widerspruchsmöglichkeit der Nutzer nicht einstellt.

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