Datenschutz: Facebook ermöglicht Löschen von Tracking-Verlauf

Facebook will seine Mitglieder und andere Nutzer offenbar weiterhin exzessiv tracken. Zumindest die Mitglieder des sozialen Netzwerks sollen dies aber individuell abstellen können.

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg will den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten geben.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg will den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten geben. (Bild: Stephen Lam/Reuters)

Die Mitglieder von Facebook sollen künftig eine größere Kontrolle über die gespeicherten Tracking-Daten des sozialen Netzwerks erhalten. Das kündigte Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Dienstag zum Auftakt der Entwicklerkonferenz F8 in San José an. Sobald das Update umgesetzt sei, "können Sie Informationen zu den Apps und Websites sehen, mit denen Sie interagiert haben, und Sie können diese Informationen aus Ihrem Konto löschen. Sie können sogar deaktivieren, dass diese Informationen in Ihrem Konto gespeichert werden", schrieb Zuckerberg in einem Beitrag. Nutzer, die über keinen Facebook-Eintrag verfügen, können das Tracking durch Facebook und dessen Partnerdienste jedoch nicht unterbinden.

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Zuckerberg verglich den Tracking-Verlauf mit der Speicherung von Cookies im Webbrowser: "Um es klarzumachen: Wenn man seine Cookies im Browser löscht, kann das Surfen teilweise umständlicher werden. Man muss sich möglicherweise wieder bei jeder Webseite neu anmelden und Dinge neu einstellen. Das wird auch hier zutreffen. Ihr Facebook wird nicht mehr so gut sein, während es Ihre Einstellungen wieder neu lernen muss." Der Facebook-Chef nannte jedoch kein Beispiel dafür, welche Einstellungen damit gelöscht und wieder neu eingegeben werden müssen. Möglicherweise betrifft das Löschen die Möglichkeit, sich direkt bei anderen Diensten über den Facebook-Account anzumelden.

Mehr Kontrolle für Nutzer

Zuckerberg bezog sich in seinem Beitrag auf seine stundenlange Vernehmung durch den US-Kongress im April 2018 im Zusammenhang mit dem möglichen Missbrauch von Nutzerdaten durch die Analysefirma Cambrigde Analytica. Dabei habe er "nicht klar genug auf einige Fragen zum Umgang mit Daten geantwortet", schrieb er nun. In den Anhörungen vor drei Wochen hatte er den Begriff der Kontrolle stark strapaziert und behauptet, die Nutzer seien die Eigentümer der Daten, hätten schon jetzt die "volle Kontrolle" oder "komplette Kontrolle" in dem System. Nun schrieb Zuckerberg: "Wir wollen sicherstellen, dass diese Kontrollen klar sind. Und es wird noch einiges mehr davon geben."

Einem Bericht des Magazins Recode zufolge werden die Daten jedoch nicht unmittelbar gelöscht. Jedoch sei der Speicherzeitraum deutlich kürzer als die bislang üblichen 90 Tage für solche Daten. Bestimmte aggregierte Daten würden einem Sprecher zufolge sogar zwei Jahre lang gespeichert. Zudem bestätigte der Sprecher, dass die Nichtmitglieder weiterhin anonym getrackt würden. Mangels Account könnten sie das Tracking nicht deaktivieren.

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Das Deaktivieren des Nutzertrackings wird sicherlich die Möglichkeiten von Facebook einschränken, gezielte Werbung auf Basis der Nutzeraktivitäten, die außerhalb von Facebook stattfinden, verkaufen zu können. Allerdings kann Facebook weiterhin zahlreiche andere Einstellungen und Angaben auf den Nutzerprofilen auswerten, um personalisierte Werbung zu schalten. Welche weitere Kontrollmöglichkeiten Facebook noch einführen wird, ist jedoch offen.

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internettroll 02. Mai 2018

Jaja, er meinte wohl ein "Gelöscht-Flag" wird gesetzt und die Daten sind für den Nutzer...

eMvO 02. Mai 2018

Dann wird das halt woanders auf Facebooks Servern gespeichert, oder wie ist das gemeint...

budweiser 02. Mai 2018

Als ob Facebook irgendwas löschen würde, da wird nur Augenwischerei betrieben. https...


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