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Ab in die eCloud

Obwohl /e/ kein Geld mit Nutzertracking und Werbung verdient, bietet es die Onlinedienste kostenlos an, bittet jedoch um Spenden. Wir registrieren für uns ein Konto in der eCloud und erhalten eine neue E-Mail-Adresse, die auf @e.email endet. Mit dieser melden wir uns auf einer angepassten Nextcloud-Instanz an.

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Dort stehen uns 5 GByte Speicherplatz zur Verfügung, den wir mit unseren Dateien und einem Kalender, Adressbuch, Notizen sowie unseren E-Mails füllen können, die ebenfalls über die Nextcloud abgerufen werden. Zudem können wir in der Nextcloud Office-Dokumente anlegen und bearbeiten. Die Dateien werden laut /e/ verschlüsselt, allerdings unterstützt Nextcloud derzeit keine Verschlüsselung des Kalenders und des Adressbuches.

Hinterlegt ein Nutzer sein /e/-Konto in den Kontoeinstellungen des Smartphones, werden Dateien, Kalender, Notizen, Aufgaben sowie die E-Mails mit der eCloud synchronisiert. Nachdem wir unsere Daten eingegeben haben, finden wir unsere Screenshots in der Cloud wieder - ob wir unsere Bilder in die Cloud laden wollen, wurden wir jedoch nicht gefragt. Was nicht synchronisiert werden soll, können Nutzer erst nach der ersten Synchronisation auswählen. Ein Ticket, dass das Problem adressiert werden soll.

Ansonsten finden wir die zuvor in der Cloud angelegten Testdaten in all unseren Apps wieder. Zudem sollen in der Cloud auch die Smartphone-Einstellungen sowie eine Liste der installierten Apps gesichert werden. Auf diese Weise lässt sich ein neues Smartphone, ähnlich wie bei Google oder Apple, komplett über die Cloud einrichten. Ob Nutzer das wollen, bleibt ihnen letztlich selbst überlassen, mit /e/ besteht jedenfalls die Möglichkeit, derlei Dienste ohne technisches Wissen jenseits von Apple und Google zu nutzen. Alternativ sollen Nutzer auch ihre eigene eCloud nutzten können. Ein entsprechendes Projekt findet sich im /e/-eigenen Gitlab. Natürlich können Nutzer auch schlicht ihre eigene Nextcloud-Installation verwenden, diese ist jedoch weniger tief ins System integriert.

Suchen und Finden

Um Google zu ersetzen, braucht es natürlich auch eine Suchmaschine: /e/ betreibt mit Spot eine eigene Metasuchmaschine auf Basis der freien Software Searx. Diese gibt die Suchanfragen an die alternativen Suchmaschinen Duckduckgo und Qwant weiter, durchsucht aber auch Wikipedia, Github, Deezer, Youtube oder das Wiki von Archlinux. Weitere Quellen wie Google, Bing oder Reddit können die Nutzer in den Einstellungen freischalten. Spot durchsucht die Quellen und bereitet die Ergebnisse für die Nutzer auf. Der Clou: Google & Co. können die Suchanfrage nicht mit dem Nutzer in Verbindung bringen und bekommen so weniger Daten. Natürlich ist Spot auch die Standardsuchmaschine von /e/.

"Wir senden kein Bit an Google"

Zwischen 6 und 12 MByte sendet ein normales iPhone oder Android-Smartphone täglich an Google - nur das Betriebssystem, ohne Apps. In /e/ werden nicht nur die GApps, sondern auch viele kleine Google-Dienste, die tief in Android verankert sind ersetzt. "Wir entfernen jedes Android-Feature, das Daten an Google sendet", betont Duval. So hätten die /e/-Entwickler die Google-DNS-Server durch Quad9, die NTP-Server für die Uhrzeit sowie den Verbindungscheck ersetzt, der anhand eines Aufrufes einer Google-Webseite prüft, ob eine Internetverbindung besteht. Zudem wird auf den Geolocation-Service von Mozilla gesetzt.

"Unser Webbrowser ist ein Fork von Chromium, bei dem alle Funktionen, die Daten an Google senden, entfernt wurden", erklärt Duval. Er enthalte zudem einen Adblocker. Aktuell ist der Browser allerdings nicht. Auf unserem Smartphone liegt er in Version 79 vor, während die aktuelle Version des Chrome/Chromium-Browsers die Version 80 trägt - und das auch nur, weil Google die Version 81 wegen des Coronavirus ausgesetzt hat.

Damit auch Apps verwendet werden können, die auf Googles Push-Nachrichten setzen, bindet /e/ MicroG ein. Dieses reimplementiert etliche Google-Hintergrunddienste wie etwa die Play Services oder eben den Push-Dienst als Open-Source-Bibliotheken. Das sichert eine breite App-Unterstützung und ermöglicht es /e/, die knapp 80.000 Apps im eigenen Appstore anzubieten.

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 Alternatives Android im Test: /e/ will Google ersetzenViele Apps und eine nichtssagende Privacy-Bewertung 
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IchBIN 05. Apr 2020

Welchen und woher?

IchBIN 05. Apr 2020

Zwischen "nicht praktisch Einsetzbar" und "nicht für Banking geeignet" liegen ja noch mal...

atomie 04. Apr 2020

Auf meinem s4 Mini. Läuft bisher sehr gut und fast alle Apps habe ich finden können. Ein...

rlx 03. Apr 2020

Danke nochmals f�r den Artikel �ber die Google-Android-Alternative /e/ und die...

Neuro-Chef 03. Apr 2020

Stimmt. Android ist schlecht, weil die Architektur von Grund auf dämlich ist, was man...


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