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Auch alle Adressbuch-Kontakte müssten zustimmen

Die Einwilligung muss nicht schriftlich erfolgen. Das ist jedoch ratsam, weil der Arzt als Verantwortlicher gemäß § 7 DSGVO die Erteilung beweisen muss, wenn der Patient sich beispielsweise bei der Datenschutz-Aufsichtsbehörde beschwert oder die Sache vor Gericht geht. Da es um Gesundheitsdaten geht, ist eine sogenannte schlüssige Einwilligung durch den Patienten nicht genug. Dass er bei sich den Messenger installiert hat, reicht also zum Beispiel nicht.

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Überdies ist zu bedenken, dass auch alle Kontakte, die sich im Adressbuch des Smartphones befinden, vorab ihre Einwilligung erteilen müssen. Denn Whatsapp nimmt normalerweise Zugriff auf das Adressbuch des Smartphones und liest die darin gespeicherten Kontakte aus. Und zwar auch, wenn die Kontakte selbst keine Whatsapp-Mitglieder sind.

Arzt müsste sicherstellen, dass die Daten sicher sind

Das Problem ist hier vor allem, dass die Kontakte nicht gefragt wurden, ob sie mit dem Auslesen und Übermitteln ihrer personenbezogenen Daten einverstanden sind. Whatsapp holt lediglich vor der ersten Anwendung vom Nutzer des Smartphones die Berechtigung zum Zugriff auf diese Kontakte ein.

Dabei bleibt dem Nutzer allerdings kaum etwas anderes übrig. Denn ohne die Zustimmung ist die Funktionsweise von Whatsapp erheblich eingeschränkt, wie eine Studie im Auftrag des Bundesjustizministeriums ergab. Ohne die Freigabe der Kontakte können Whatsapp-Nutzer nicht einmal einen Chat selbst starten. Sie müssten darauf warten, dass sie von anderen angeschrieben werden.

Eine Lösung könnte hier Android Work sein, das ein eigenes Arbeitsprofil mit eigenem Adressbuch bereitstellt - hier könnten nur bereits erlaubte Kontakte eingespeichert werden.

Das Einholen einer Einwilligung wäre also sehr umständlich. Doch selbst bei einer wirksam erteilten Einwilligung aller Betroffenen ist zweifelhaft, ob Whatsapp mit der DSGVO vereinbar ist.

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quassel 25. Mär 2020

Die Transportverschlüsselung ist in DE Standard. Wenn du ein Mail-Provider bist, setzt...

quassel 25. Mär 2020

Macht er doch. Die Bundespolizei setzt XMPP ein.

Megusta 25. Mär 2020

mein Reden, im Internet weiß jeder alles besser und in der Realität findet der...

Mik30 21. Mär 2020

Davon wird praktisch nur im Arbeitsrecht eine Ausnahme gemacht und wenn der Staat sich...

HeroFeat 20. Mär 2020

Ich verstehe auch nicht warum einige so auf Telegram abfahren, wenn es doch bessere...


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