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Datenschutz: Drittfirmen lesen massenweise Gmail-Postfächer

US-Medien nennen es das dreckige Geheimnis der Tech-Branche: Drittentwickler lesen routinemäßig und millionenfach die E-Mails von Gmail-Nutzern. App-Entwickler geben das zum Teil offen zu.

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Gmail-Nachrichten werden anscheinend gern mitgelesen.
Gmail-Nachrichten werden anscheinend gern mitgelesen. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Google erlaubt Entwicklern den Zugriff auf Millionen von E-Mails von Gmail-Nutzern. Wenn die Entwickler sich eine entsprechende Erlaubnis bei den Nutzern einholen, können sie routinemäßig die Inbox durchforsten und auf diesem Wege die E-Mails lesen. Das geht aus einem Bericht des Wall Street Journal hervor. Google hat Golem.de bestätigt, dass Drittentwickler sich Rechte für den Zugriff auf Mail-Konten der Nutzer beschaffen können. Manche der Drittfirmen werten die Nachrichten vollautomatisch aus, andere lassen ihre Mitarbeiter von Hand in E-Mails schauen, etwa um die eigene Software zu trainieren.

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Damit die Drittentwickler Zugriff auf die Mail erhalten, muss der Nutzer ihnen eine entsprechende Erlaubnis gewähren. Das geschieht in der Regel für die Nutzung von kostenlosen Mail-Diensten wie automatischen Reiseplanern oder Preisvergleichs-Portalen. Das Wall Street Journal nennt unter anderem die Firma Return Path, die auf diese Weise bis zu 100 Millionen E-Mails pro Tag analysieren soll.

Unter Entwicklern gängige Praxis

Aber auch alternative Gmail-Clients sichern sich Leserechte für das E-Mail-Konto des Anwenders. Der Firmenchef des Entwicklungsstudios hinter der Mail-App Edison hat gegenüber dem Wall Street Journal sogar zugegeben, dass seine Entwickler die Mails Hunderter Nutzer seines Gmail-Clients gelesen haben. Diese Praxis sei unter App-Entwicklern völlig normal und sei durch die AGB der jeweiligen Apps oder Dienste abgedeckt. Insgesamt hat das Wall Street Journal mehr als zwei Dutzend Entwickler befragt, die ein solches Vorgehen bei ihren aktuellen oder früheren Arbeitgebern bestätigen.

Auch Google selbst hat Golem.de das beschriebene Verhalten der Drittentwickler bestätigt. Der Nutzer müsse diesen aber explizit das Recht gewähren, auf die Mails zugreifen zu können. Drittentwickler können sich für diesen Zugriff von Google freischalten lassen. Google-Mitarbeiter selbst haben nur in seltenen Fällen Zugang zu den Nachrichten, etwa bei der Untersuchung von Sicherheitszwischenfällen oder zur Fehlersuche - dann frage Google die Nutzer aber gesondert um Erlaubnis.

Nachtrag vom 4. Juli 2018, 10:23 Uhr

Google hat zu dem Vorfall mittlerweile einen Blog-Post veröffentlicht, der den Review-Prozess vor der Veröffentlichung einer App beschreibt. Das Unternehmen betont, dass Neuzugänge sowohl automatisiert als auch manuell gerpüft werden. Dabei soll Software nur die für sie relevanten Daten sammeln und sich klar und deutlich zur Datennutzung ausdrücken. Über einen Sicherheitscheck des eigenen Google-Kontos können Nutzer zudem Aktivitäten und Datennutzung prüfen.

Zudem stellt Google klar, dass zumindest das Unternehmen selbst keine E-Mail-Inhalte zu Werbezwecken ausnutze. "Um absolut klar zu sein: Niemand bei Google liest Ihr Gmail-Postfach, außer bei sehr speziellen Fällen - etwa wenn Sie uns darum bitten oder aus Sicherheitsgründen", heißt es in der Meldung. Gleichzeitig erwähnt das Unternehmen aber nicht, wie das bei Drittanbietern aussieht.



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My1 05. Jul 2018

Sind aber nur einmal nutzbar also zwecklos, denn es wäre sehr komisch wenn der gerade...

chefin 05. Jul 2018

Im reinen B2B Umfeld sind freemailer selten geworden. Ab und zu kommt eine Anfrage via...

chefin 05. Jul 2018

Egal wie vertrauenswürdig ein freemailanbieter auch ist, du bist nicht der Kunde sondern...

chefin 05. Jul 2018

Ja du darfst mit hoher Sicherheit davon ausgehen, das wenn du es erlaubst, es auch so...

matok 04. Jul 2018

Wen interessiert ein Spamfilter? Profilbildung, um zielgenauer Werbung schalten zu...


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