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Datenschutz: Discord stoppt weltweite Altersprüfung nach Kritik

Nach Protesten gegen geplante Ausweis- und Gesichtsscans verspricht Discord nun mehr Transparenz und alternative Prüfmethoden.
/ Peter Steinlechner
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Logo von Discord (Bild: Discord)
Logo von Discord Bild: Discord

Bei Discord wird vorerst doch keine weltweite Altersverifikation eingeführt. Nachdem das Unternehmen Anfang Februar 2026 angekündigt hatte, künftig von allen Nutzern einen entsprechenden Nachweis zu verlangen, folgt nun ein Rückzieher: Der globale Roll-out ist gestoppt und auf die zweite Jahreshälfte 2026 verschoben worden.

Geplant war, das Alter künftig stärker technisch zu prüfen. Wenn interne Signale wie Nutzungsverhalten oder Zahlungsdaten keine eindeutige Einschätzung zulassen, sollten Nutzer entweder ein Ausweisdokument hochladen oder ihr Alter per Gesichtsscan bestätigen.

Vor allem dieser biometrische Ansatz führte zu Kritik. In sozialen Netzwerken äußerten viele Nutzer Datenschutzbedenken und warnten vor möglichen Risiken, falls sensible Daten bei Drittanbietern landen.

Discord räumt im Firmenblog(öffnet im neuen Fenster) ein, dass die Kommunikation unglücklich gelaufen sei.

Discord: Altersverifikation wird grundsätzlich überarbeitet

Statt den ursprünglichen Plan einfach später umzusetzen, will das Unternehmen das Konzept überarbeiten. Künftig sollen mehr Verifikationsmethoden zur Auswahl stehen, darunter auch Prüfungen per Kreditkarte.

Außerdem verspricht Discord mehr Transparenz darüber, welche externen Dienstleister eingebunden werden und wie deren Systeme funktionieren.

Besonders sensibel ist das Thema Gesichtsalterschätzung: Hier soll laut Unternehmen darauf geachtet werden, dass die Verarbeitung möglichst direkt auf dem Gerät der Nutzer erfolgt und keine biometrischen Daten zentral gespeichert werden.

In Ländern mit klaren gesetzlichen Vorgaben zur Altersprüfung, etwa in Großbritannien, bleibt eine Verifikation weiterhin Pflicht. Für andere Regionen will Discord jedoch flexibler vorgehen.


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