Datenschutz: Datenleck bei Foodora mit 727.000 Betroffenen

In einem Forum wurden persönliche Daten von Foodora-Kunden veröffentlicht.

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Ein Foodora-Lieferant
Ein Foodora-Lieferant (Bild: Gustav Ray Nilsson/Pixabay)

Bereits 2016 soll der Lieferdienst Foodora gehackt worden sein. Betroffen sind rund 727.000 Kunden, deren Daten im Internet zum Download angeboten wurden. Die Kundendaten sollen aus 14 Ländern stammen, darunter Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Spanien, wie das Onlinemagazin Data Breach Today berichtet.

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Die Daten wurden Mitte Mai dieses Jahres im Internet in einem für Datenlecks bekannten Forum veröffentlicht. Dort konnte der Betreiber des Passwort-Checkservices Have I Been Pwned? Troy Hunt der Daten habhaft werden und stellte sie kürzlich auf der Plattform bereit. Durch Angabe der E-Mail-Adresse kann überprüft werden, ob die eigenen Daten Teil des Lecks sind. Hunt informierte die Foodora-Eigentümerin Delivery Hero über seinen Fund, die den Vorfall mittlerweile bestätigte.

Neben den Namen, Adressen, Telefonnummern und gehashten Passwörtern sind zum Teil auch die exakten Standortdaten sowie von den Kunden verfasste Anmerkungen zu Bestellungen Bestandteil des Datenlecks. Über die Standortdaten könnten Beziehungen aufgedeckt werden, betont Hunt. Beispielsweise, wenn eine Person Essen an eine Adresse bestellt, die nicht der Wohnort der Person ist.

Die meisten Passwörter sollen mit Bcrypt gesichert sein, ein speziell für das Passwort-Hashing entwickeltes Verfahren. Dabei sei der hohe Faktor 11 zum Einsatz gekommen, betont Hunt. Die Klartext-Passwörter wurden entsprechend in 11 Iteration mit Bcrypt gehasht und sollten sich daher nicht ohne weiteres knacken lassen.

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Ein Teil der Passwörter soll jedoch im dem leicht zu knackenden Hashverfahren MD5 vorliegen. Vermutlich handelt es sich dabei um Konten von Kunden, die sich bereits vor 2016 länger nicht mehr angemeldet hatten und entsprechend noch nicht auf das vermutlich später bei Foodora eingeführte Bcrypt umgestellt wurden.

Etliche Datenschutzverstöße vor Foodora-Übernahme durch Takeaway

Erst im September letzten Jahres hatte die Berliner Datenschutzbeauftragte ein Bußgeld von 195.000 Euro für die Marken Foodora, Lieferheld und Pizza.de des Lieferdienstes Delivery Hero erlassen. Demnach wurden die Konten von ehemaligen Kunden nicht gelöscht, obwohl die Betroffenen seit Jahren nicht mehr auf der Plattform aktiv waren. Trotz Widerspruch hatte das Unternehmen zudem Kundendaten für Werbezwecke genutzt.

Die Datenschutzverstöße wurden noch vor der Übernahme der Delivery-Hero-Marken Foodora, Lieferheld und Pizza.de durch das niederländische Unternehmen Takeaway begangen, welches das Bußgeld akzeptierte.

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