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Datenschutz: Chinesische Kameraüberwachung hält Bus-Werbung für Fußgänger

Wer in China bei roter Ampel eine Straße überquert, kann von Überwachungskameras erfasst und anschließend bestraft werden. Dass das System nicht immer zuverlässig arbeitet, zeigt ein Vorfall in Ningbo: Ein Werbeaufdruck, der eine bekannte Persönlichkeit zeigte, wurde für die Person selbst gehalten.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Ein Arbeiter stellt Überwachungskameras in Peking ein.
Ein Arbeiter stellt Überwachungskameras in Peking ein. (Bild: GREG BAKER/AFP/Getty Images)

Die Polizei in der ostchinesischen Stadt Ningbo hat eine skurrile Panne bei der Verwendung ihrer neuen Gesichtserkennungssoftware eingeräumt. Ein Kamerasystem, das bei Rot über die Straße laufende Fußgänger identifizieren soll, hat eine bekannte Persönlichkeit als Sünder identifiziert, die lediglich als Werbeposter auf einem Bus angebracht war.

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Das Kamerasystem, das seit dem vergangenen Jahr in Betrieb ist, kann auf Personalausweisdaten zugreifen. Foto und Name werden dann auf großen Bildschirmen in der Stadt angezeigt, um Verkehrssünder an den Pranger zu stellen. Außerdem wird ein Strafzettel zugestellt.

Buswerbung als echte Person erkannt

Dass die Technik offenbar noch Macken hat, bekam nun die bekannte chinesische Geschäftsfrau Dong Mingzhu zu spüren, die einen großen Klimaanlagen-Konzern leitet. Wie die Polizei mitteilte, erkannte das System nicht Frau Dong selbst, sondern lediglich ein Foto der 64-Jährigen, das als Werbung an einem Bus angebracht war.

Das Fahrzeug überquerte ordnungsgemäß die Kreuzung, als eine Kamera das Werbebild ins Visier nahm. Anschließend wurden die Bilder auf dem digitalen Pranger angezeigt, wie Bilder auf Weibo belegen. "Ein Eigentor", schrieb die Behörde in einer Mitteilung: "Die Techniker haben das System vollständig aufgerüstet, um die Falscherkennungsrate zu reduzieren."

In China werden immer mehr Städte mit Systemen ausgestattet, die Bilder über Gesichtserkennung auswerten. Das Analyse-Unternehmen IHS Markit schätzt, dass die Zahl der Überwachungskameras von derzeit 170 Millionen bis 2020 auf über 400 Millionen steigen wird. In China wird seit knapp einem Jahr ein Social-Credit-System getestet, das Bürger anhand ihres Verhaltens einstuft und so beispielsweise den Zugriff auf bestimmte Leistungen vereinfachen oder auch verweigern kann.

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Axido 26. Nov 2018

Naja, dann bla... Moment, vergessen wir das! Also am besten doch lieber analog...

Axido 26. Nov 2018

Lasst die Chinesen das ruhig machen. Dann gibt es wenigstens ein Land auf der Erde, wo...

NeoCronos 24. Nov 2018

... dann wundert mich das nicht. Viel und billig herstellen können sie gut. Mittlerweile...

Das... 23. Nov 2018

+1 Austeilen, aber nicht einstecken. Internet halt.

TrollNo1 23. Nov 2018

Wird auch gefilmt, dem der das macht, wird Guantanamo wie Club Robinson vorkommen.


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