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Digitale Selbstverteidigung

Neben der Analyse der Fingerprinting-Techniken wurden verschiedene Methoden entwickelt, um die Nutzer vor ihnen zu schützen. Eine Methode bestehe darin, die Fingerprinting-Scripte beim Webseitenbesuch einfach nicht zu laden, sagt Laperdrix. Browser-Erweiterungen wie Ublock Origin, Ghostery oder Disconnect greifen hierfür auf spezielle Filterlisten zurück. Browser wie Firefox oder Brave hätten bereits einen eingebauten Schutz.

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Ein weiterer Ansatz ist das Blockieren der Schnittstellen im Browser, wodurch die Fingerprinting-Scripte weniger Informationen sammeln können. Einen solchen Ansatz verfolgen beispielsweise Brave und der Tor Browser. Zudem lassen sich neue Informationen einfügen oder verfälschen. Die Erweiterung Canvasblocker verfälscht beispielsweise die Canvas-Zeichnung im Browser oder der Tor Browser legt Werte eindeutig fest. "Theoretisch sollten alle Tor Browser gleich aussehen, in der Realität können aber immer noch Unterschiede wie die Bildschirmauflösung oder die Plattform ausgelesen werden", sagt Laperdrix. Allerdings gebe sich der Tor Browser hier viel Mühe, indem er nur bestimmte Fenstergrößen verwende und den Nutzer vor einer Änderung warne.

Ändern Nutzer die Browserinformationen, könnten diese den Fingerprint allerdings sogar verbessern. Dies könne durch das Hinzufügen von eindeutigen Informationen aber auch von Widersprüchen geschehen, beispielsweise Betriebssystem im User Agent Windows, aber per Java Script Linux.

Auch verschiedene Browser können erkannt werden

Die Verwendung mehrerer Browser kann gegen Tracking helfen; können allerdings genügend Daten über das Betriebssystem und die Hardware gesammelt werden, lassen sich auch unterschiedliche Browser dem gleichen System zuordnen. Eine Lösung hierfür seien Wegwerf-Umgebungen mit einem einzigartigen Fingerabdruck für jeden Browser. Dies könne beispielsweise durch Virtualisierung erreicht werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass jede der Techniken zum Schutz vor Fingerprinting ihre Stärken und Schwächen habe. Der Forscher empfiehlt, ein populäres Betriebssystem mit einem geläufigen Browser zu verwenden und einen Tracking-Blocker zu installieren.

Für die Zukunft erwartet Laperdrix einen vermehrten Einsatz von Fingerprinting zur Authentifizierung der Nutzer. Ein Dienst verlangt neben Benutzernamen und Passwort ein bekanntes Gerät, welches über den Browser-Fingerprint erkannt wird. "Hier könnte Fingerprinting für mehr Sicherheit sorgen", sagt er. Die Technik wird auch heute schon von verschiedenen Webseiten verwendet.

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 Datenschutz: Browser-Fingerprinting gestern und heute
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hjp 22. Jun 2019

"1995 war das Web noch übersichtlich. Es gab zwei Browser, den Netscape und den Internet...

hjp 22. Jun 2019

Zum Teil stammen diese Informationen einfach noch aus einer Zeit, als mehr Vertrauen im...

IchBIN 20. Jun 2019

Ja, und zumindest wenn der Browser das Do-Not-Track Flag mitschickt, sollte ein...


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