Abo
  • Services:

Datenschutz bei Mac-App: Shazam will nicht mehr dauerhaft mithören

Ein Mikrofon, das dauerhaft angeschaltet ist, dürfte vielen Nutzern Unbehagen bereiten. Genau das tat Shazam auf dem Mac mindestens seit 2014. Jetzt will das Unternehmen die Lauscherei beenden.

Artikel veröffentlicht am ,
Shazam wird seine App für den Mac überarbeiten.
Shazam wird seine App für den Mac überarbeiten. (Bild: Shazam)

Der Musikerkennungsdienst Shazam will das Mikrofon von Mac-Nutzern nicht mehr dauerhaft angeschaltet lassen, wie es bislang der Fall war. Zahlreiche Medien hatten gestern unter Berufung auf Motherboard berichtet, dass die Shazam-Version auf dem Mac das Mikrofon dauerhaft aktiviert, auch nachdem Nutzer die App ausgeschaltet haben. Tatsächlich war dieser Umstand bereits seit 2014 bekannt, ein Sicherheitsforscher hatte erneut auf das Problem hingewiesen.

Stellenmarkt
  1. Rödl & Partner, Nürnberg
  2. ID-ware Deutschland GmbH, Rüsselsheim

Shazam hatte Kritik an der Praxis zunächst zurückgewiesen. Tatsächlich sei das angeschaltete Mikrofon für die Nutzer von Vorteil, wie der Vizepräsident für Globale Kommunikation, James Pearson, sagte: "Wenn das Mikrofon nicht angeschaltet bleiben würde, würde die App deutlich länger benötigen, um das Mikrofon zu initialisieren und starten und um das Audiosignal zu puffern. Damit wäre es wahrscheinlicher, dass ein schlechtes Nutzererlebnis herauskommt, wenn Nutzer einen Song 'verpassen', den sie gerne erkennen wollten".

Shazam: Es gibt kein Datenschutzproblem

Es gebe auch kein Datenschutzproblem, weil die Audiosignale von Shazam erst verarbeitet würden, wenn die App explizit eingeschaltet wird. Shazam sendet nach Angaben von Perason im ausgeschalteten Zustand keine Audiodateien an die Server, auch eine Speicherung finde nicht statt. Übertragen würden nur "digitale-Fingerprint-Zusammenfassungen" von Audiodateien. Die Argumentation von Shazam erinnert an Geheimdienste, die erst einen Privatsphäreeingriff sehen, wenn erhobene Daten auch analysiert werden.

Nach der öffentlichen Aufmerksamkeit hat das Unternehmen seine Meinung nun offenbar geändert. In der kommenden Version von Shazam für den Mac soll die Funktion deaktiviert werden, wie der Sprecher Motherboard sagte. Auch andere Dienste lassen das Mikrofon dauerhaft geöffnet - etwa Systeme wie Amazons Alexa. Bei diesen Produkten dürfte das den Kunden aber - im Gegensatz zu Shazam - bewusst sein.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei dell.com
  2. ab 349€

hg (Golem.de) 16. Nov 2016

Moin, mein Fehler. Ist korrigiert. Danke für den Hinweis. VG,

Prinzeumel 16. Nov 2016

...augenscheinlich. sonst würde man solchen kram doch viel öfter optional anbieten. Aber...


Folgen Sie uns
       


Razer-Nommo-Chroma-Boxen - Test

Haartrockner oder doch Lautsprecher? Wir testen Razers Nommo-Chroma-Boxen und tendieren zu Ersterem.

Razer-Nommo-Chroma-Boxen - Test Video aufrufen
Blue Byte: Auf dem Weg in schöner generierte Welten
Blue Byte
Auf dem Weg in schöner generierte Welten

Quo Vadis Gemeinsam mit der Universität Köln arbeitet Ubisoft Blue Byte an neuen Technologien für prozedural generierte Welten. Producer Marc Braun hat einige der neuen Ansätze vorgestellt.

  1. Politik in Games Zwischen Völkerfreundschaft und Präsidentenprügel
  2. Förderung Spielebranche will 50 Millionen Euro vom Steuerzahler
  3. Aus dem Verlag Kamingespräch mit Entwicklerlegende Lord British angekündigt

Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Quartalsbericht Facebook macht fast 5 Milliarden US-Dollar Gewinn
  2. Soziales Netzwerk Facebook ermöglicht Einsprüche gegen Löschungen
  3. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen

Coradia iLint: Alstoms Brennstoffzellenzug ist erschreckend unspektakulär
Coradia iLint
Alstoms Brennstoffzellenzug ist "erschreckend unspektakulär"

Ein Nahverkehrszug mit Elektroantrieb ist eigentlich keine Erwähnung wert, dieser jedoch schon: Der vom französischen Konzern Alstom entwickelte Coradia iLint hat einen Antrieb mit Brennstoffzelle. Wir sind mitgefahren.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Alternativer Antrieb Toyota zeigt Brennstoffzellenauto und Bus
  2. General Motors Surus bringt Brennstoffzellen in autonome Lkw
  3. Alternative Antriebe Hyundai baut Brennstoffzellen-SUV mit 580 km Reichweite

    •  /