Datenschutz: Avast übernimmt Erweiterung I don't care about Cookies

Die Browser-Erweiterung I don't care about Cookies klickt Cookie-Banner weg. Nun gehört sie Avast, das eine unrühmliche Geschichte mit Erweiterungen hat.

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Cookies
Cookies (Bild: Betsy Weber/CC-BY 2.0)

Die Sicherheitsfirma Avast hat die beliebte Browsererweiterung I don't care about Cookies übernommen. Das teilte der Entwickler in einem Blogeintrag mit, der bei Nutzung der Erweiterung mit einem Update ausgespielt wurde.

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Die Erweiterung klickt für die häufig als nervig empfunden Cookie-Banner weg, die bei vielen Webseiten bei einem initialen Besuch aufpoppen. Dabei wählt die Erweiterung nicht unbedingt die datenschutzfreundlichste Einstellung beim Wegklicken des Banners aus, sondern versucht sich möglichst effizient aller Einblendungen zu entledigen, ohne dass Nutzer mit diesen interagieren müssen. Die Erweiterung ist für Firefox, Chrome und chromiumbasierte Browser wie Edge, Opera, Brave oder Vivaldi verfügbar.

"Avast bot mir an, das Projekt zu übernehmen, damit wir uns gegenseitig bei der Entwicklung noch besserer Produkte helfen können, und ich beschloss, das Angebot anzunehmen", schrieb der Entwickler der Erweiterung. I don't care about Cookies sei nun offiziell ein Mitglied der Avast-Familie.

"Ich werde weiterhin an dem Projekt arbeiten und die Erweiterung wird weiterhin kostenlos genutzt werden können", schrieb der Entwickler weiter. Spenden würden natürlich entsprechend nicht mehr benötigt, um das Projekt am Laufen zu halten.

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Erst kürzlich untersuchte der Sicherheitsforscher Mike Kuketz das Datensendeverhalten der Erweiterung stichprobenartig: Das Add-on tue, was es solle, und öffne keine Verbindung nach außen beziehungsweise ins Internet, so der Sicherheitsforscher.

Avast sammelte persönliche und intime Daten

Der neue Eigentümer Avast fiel in der Vergangenheit jedoch in Sachen Browsererweiterung und Datenschutz äußerst negativ auf. Über eine Tochterfirma verkaufte Avast die Webnutzungsdaten von mehreren Hundert Millionen Nutzern. Die Daten wurden von dem Plug-in der gleichnamigen Antiviren-Software gesammelt. Zu den Käufern sollen namhafte Firmen wie Google, Microsoft, McKinsey und viele andere gehört haben. Ein Millionengeschäft.

"Jumpshot bietet Einblicke in die Online-Reisen der Verbraucher, indem jede Suche, jeder Klick und jeder Kauf in 1.600 Kategorien von mehr als 150 Webseiten, darunter Amazon, Google, Netflix und Walmart, gemessen wird", schrieb die damalige Avast-Tochter auf ihrer Firmenwebseite.

Jumpshot verfolgte die Nutzer mit hoher Genauigkeit durch das Internet und erfasste beispielsweise die Klicks und Bewegungen der Nutzer, betrachtete Youtube-Videos und Suchanfragen. Selbst der Aufruf von Pornoseiten und teils sogar die eingegebenen Suchbegriffe konnte das Onlinemagazin Motherboard in geleakten Daten einsehen.

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