• IT-Karriere:
  • Services:

Datenschutz: Arbeitnehmer müssen Fingerabdruck nicht bereitstellen

Ein medizinisch-technischer Assistent wollte die Arbeitszeit nicht mit seinem Fingerabdruck bestätigen - das muss er auch nicht, wie ein Gericht entschieden hat.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Der Fingerabdruck bleibt persönlich.
Der Fingerabdruck bleibt persönlich. (Bild: Pixabay/CC0 1.0)

Ein medizinisch-technischer Assistent muss seine Arbeitszeit in einer radiologischen Praxis nicht per Fingerabdruck-Scanner nachweisen. Dazu sei ein Arbeitnehmer nicht verpflichtet, teilte das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg am 25. August 2020 zu einem Urteil vom 4. Juni 2020 mit (Az.: 10 Sa 2130/19). Damit gab das Gericht der Klage des Mannes statt, eine Revision zum Bundesarbeitsgericht wurde nicht zugelassen.

Stellenmarkt
  1. ServiceXpert Gesellschaft für Service-Informationssysteme mbH, Hamburg
  2. CG Car-Garantie Versicherungs-AG, Freiburg im Breisgau

Die Erfassung biometrischer Daten sei in dem Fall nicht ohne Einwilligung des Arbeitnehmers zulässig, hieß es. Eine Verarbeitung solcher Daten sei nach der Datenschutzgrundverordnung nur ausnahmsweise möglich.

Laut Gericht verarbeitet das System nicht den Fingerabdruck als Ganzes, sondern Fingerlinienverzweigungen. Der Assistent hatte die Erfassung abgelehnt und eine Abmahnung des Arbeitgebers kassiert, wogegen er vor Gericht zog.

Auch Fingerlinienverzweigungen sind biometrische Daten

Auch wenn das System nur Fingerlinienverzweigungen verarbeite, handele es sich um biometrische Daten, so das Gericht. Zudem könne in dem Fall nicht festgestellt werden, dass eine solche Erfassung erforderlich sei. Die Weigerung des Assistenten sei keine Pflichtverletzung. Er könne verlangen, dass die Abmahnung aus der Personalakte entfernt wird, hieß es.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,49€
  2. 59,99€ / Retail: 53,99€
  3. 3,95€

dummzeuch 29. Aug 2020 / Themenstart

... vorausgesetzt, der Betriebsrat stimmt dem zu, sonst ist das illegal. Und selbst mit...

dbettac 26. Aug 2020 / Themenstart

Das lässt sich sogar sehr einfach feststellen, wenn man nur möchte. Einfach mal einen...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


MX 10.0 im Test: Cherrys kompakte, flache, tolle RGB-Tastatur
MX 10.0 im Test
Cherrys kompakte, flache, tolle RGB-Tastatur

Die Cherry MX 10.0 kommt mit besonders flachen MX-Schaltern, ist hervorragend verarbeitet und umfangreich programmierbar. Warum Nutzer in Deutschland noch auf sie warten müssen, ist nach unserem Test unverständlich.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Argand Partners Cherry wird verkauft

Freebuds Pro im Test: Huaweis bester ANC-Hörstöpsel schlägt die Airpods Pro nicht
Freebuds Pro im Test
Huaweis bester ANC-Hörstöpsel schlägt die Airpods Pro nicht

Die Freebuds Pro haben viele Besonderheiten der Airpods Pro übernommen und sind teilweise sogar besser. Trotzdem bleiben die Apple-Stöpsel etwas Besonderes.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Galaxy Buds Live im Test So hat Samsung gegen Apples Airpods Pro keine Chance
  2. Freebuds Pro Huawei bringt eine Fast-Kopie der Airpods Pro
  3. Airpods Studio Patentanträge bestätigen Apples Arbeit an ANC-Kopfhörer

Prozessor: Wie arm ARM mit Nvidia dran ist
Prozessor
Wie arm ARM mit Nvidia dran ist

Von positiv bis hin zum Desaster reichen die Stimmen zum Deal: Was der Kauf von ARM durch Nvidia bedeuten könnte.
Eine Analyse von Marc Sauter

  1. Prozessoren Nvidia kauft ARM für 40 Milliarden US-Dollar
  2. Chipdesigner Nvidia bietet mehr als 40 Milliarden Dollar für ARM
  3. Softbank-Tochter Nvidia hat Interesse an ARM

    •  /