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Keine Nutzerprofile, keine Vermarktung von persönlichen Informationen

Besonders großen Wert legt man bei Apple darauf, dass ein Großteil der Daten ausschließlich lokal gespeichert werde und jederzeit auf dem iPhone oder iPad gelöscht werden könne. Statt auf den eigenen Servern Nutzerprofile zu erstellen, übertrage man individuelle Informationen komplett anonymisiert und mit einer zufallsgenerierten Kennung versehen, ohne sie an die Apple-ID zu koppeln. Auch hier darf ein versteckter Seitenhieb nicht fehlen: Während "manche Unternehmen" versuchten, etwa den Standortverlauf für Werbezwecke zu nutzen, habe Apple daran kein Interesse, da man nicht von Werbung abhängig sei.

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Einige Branchen-Insider wie etwa Benedict Evans, der als Analyst für den Investor Andreessen Horowitz arbeitet, glauben, dass Apple die Bedürfnisse der Nutzer falsch einschätze: "Ich verstehe Apples Argument, aber es erinnert mich ein klein wenig daran, wie Nokia/RIM Smartphones unterschätzt haben", erklärte Evans auf Twitter.

Datenschutz sei wichtig - aber noch wichtiger sei ein absolut überzeugendes Produkt. Wenn ein Zugewinn an Privatsphäre durch eingeschränkten Komfort oder schlechtere Suchergebnisse erkauft werde, überzeuge das die meisten Nutzer nicht. Bei Apple widerspricht man diesem Argument vehement. Die Gleichung "je weniger Anonymität, desto mehr Funktionalität" sei schlichtweg falsch. Apple Maps könne mit Googles Kartendienst mithalten, Siri müsse sich nicht hinter den persönlichen Assistenten Google Now oder Microsofts Cortana verstecken.

Viel Lob - und ein bisschen Kritik

Auch Gus Hosein von Privacy International glaubt nicht, dass Apple den Stellenwert von Datenschutz und Datensicherheit als Verkaufsargument überschätze. "Klar, Nutzer wollen am liebsten alles: absolute Privatsphäre und ein perfektes Produkt. Aber mehr und mehr Menschen legen Wert darauf, dass sie möglichst wenige persönliche Informationen preisgeben müssen." Er könne angesichts der exponentiell gestiegenen Rechenleistung von Smartphones nicht verstehen, warum seine Daten auf Serverfarmen in aller Welt verarbeitet werden müssten. Mittlerweile trage jeder Nutzer einen Hochleistungs-Computer in seiner Hosentasche. Das müsse reichen, um Daten auszuwerten und Produkte auf einzelne Nutzer zuzuschneiden.

Obwohl Hosein insgesamt zufrieden mit Apples Datenschutz-Praxis ist und das Privatsphäre-Argument nicht für bloße PR-Strategie hält, sieht er noch jede Menge Verbesserungspotenzial. "Schön und gut, dass Apple verschlüsselt und relativ glaubwürdig versichert, dass Datenschutz Priorität genieße. Aber glauben Sie mir: Wir werden auch in Zukunft Druck auf Apple ausüben. Ihre Betriebssysteme und Produkte sind hermetisch abgeriegelt. Wir wünschen uns, dass sie ihre Systeme öffnen, unabhängigen Dritten Einblick gewähren und den Nutzern mehr Kontrolle geben."

 Datenschutz: Apple macht Privatsphäre zum Verkaufsargument
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stoneburner 30. Sep 2015

vielleicht solltest du das gesetz mal lesen

stoneburner 30. Sep 2015

ich verstehe nicht warum das speichern von hashwerten eines fingerabdrucks auf dem gerät...

GTaur 30. Sep 2015

Seit wann kann ein (US-)Aktienunternehmen wie Apple jemals "genug" Geld verdienen? Das...

Anonymer Nutzer 29. Sep 2015

Ja ich denke Sie haben den Schlüssel, sonst könnten Sie den National Security Letters...

JensM 29. Sep 2015

Das sagt doch niemand. Sie schützt dich immerhin vor deinen Nachbarn, der dein WLAN...


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