Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Kritik an heimlichen Aufnahmen und Abdeckungen

Kameras in Datenbrillen führen seit Monaten zu Diskussionen. Mehrere US-Schulbezirke haben die Brillen ausdrücklich verboten. Anlass sind heimliche Videos von Mitschülerinnen im Klassenraum. Britische Kinos beschränken die Brillen wegen Filmpiraterie und Privatsphäre.

Eine BBC-Recherche(öffnet im neuen Fenster) vom Januar 2026 fand zudem Dutzende Influencer-Konten auf TikTok und Instagram, die mit Meta-Brillen heimlich gefilmte Frauen zeigten. Ein Beitrag zeigte das Gesicht und die Telefonnummer einer 21-jährigen Frau. Er erreichte 1,3 Millionen Aufrufe.

Laut Essilor Luxottica verkauften das Unternehmen und Meta 2025 mehr als sieben Millionen Brillen. Einige Nutzer umgingen die LED-Aufnahmeanzeige, zunächst mit Klebeband, später durch Eingriffe in die LED. Seit der zweiten Brillengeneration schaltet sich die Kamera ab, wenn die LED verdeckt ist. Im Juli kündigte Meta ferner ein Update an, das auch physische Manipulationen der LED erkennt und die Kamera dann sperrt. Anfang September meldete Semafor, Meta habe bei Tausenden Brillen die Kamera abgeschaltet. Wer die LED zerstört hat, verliert die Kamera dauerhaft. Wer sie nur überklebt hat, bekommt sie nach dem Entfernen zurück.

Meta-Technologiechef Andrew Bosworth sagte in einem Instagram-Video, Meta habe die Kamera so entworfen, dass Mitmenschen sie bemerken. Die Kamera fällt im Rahmen tatsächlich jedoch kaum auf.


Relevante Themen