Abo
  • Services:

Neue Regelungen ändern wenig

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump veröffentlichte Anfang Januar neue Regelungen für die Durchsuchung von elektronischen Geräten an der Grenze. Während zuvor zwischen Routine- und Nicht-Routine-Untersuchungen unterschieden wurde, gibt es nun eine einfache und eine erweiterte Suche. Geändert hat sich dadurch wenig.

Stellenmarkt
  1. ETAS, Stuttgart
  2. Aareal Bank AG, Wiesbaden

Für eine erweiterte Suche, die ein Auslesen des Gerätes ermöglicht, ist ebenso wie bei den nichtroutinemäßigen Durchsuchungen ein "begründeter Verdacht" erforderlich. Dann dürfen die Grenzbeamten den Inhalt eines Gerätes - wie von Budington - beschrieben durchsuchen, kopieren und analysieren. Der Verdacht besteht beispielsweise bei Gesetzesverstößen oder Gefährdung der nationalen Sicherheit. Die EFF und die Bürgerrechtsorganisation ACLU wollen jedoch erreichen, dass für eine solche erweiterte Suche ein Gerichtsbeschluss erforderlich ist. Dazu wurde im September 2017 eine Klage beim Obersten Gerichtshof eingereicht.

Kein Zugriff auf Cloud-Daten

Die Durchsuchung anderer Datenquellen, die nicht physisch vorliegen, ist der neuen Anweisung zufolge nicht erlaubt. Hingegen müssen die Reisenden auf Anforderung Passwörter nennen, um den Behörden einen Zugriff auf die Daten zu ermöglichen. Das gilt schon für die einfache Untersuchung. Bei dieser "manuellen" Suche dürfen die Beamten lediglich auf dem Gerät herumschnüffeln, als seien sie ein normaler Nutzer.

Der Reisende hat zwar rein formal das Recht, bei der erweiterten Durchsuchung dabei zu sein. Doch es gibt den Regelungen zufolge in Punkt 5.1.6 eine Reihe von Gründen, um dies auszuschließen. Die Aktivisten empfehlen daher ein sogenanntes Trusted Boot, um zu verhindern, dass unbemerkt Spähprogramme auf dem Rechner installiert werden. Dieses erfordert ein sogenanntes Trusted Platform Modul (TPM) oder äquivalente Hardware.

Lügen kann gefährlich werden

Opsahl empfiehlt daher, sich schon vor der Reise genau zu überlegen, wie man sich im Falle einer Gerätekontrolle verhält. Wer sich weigere, sein Gerät durchsuchen zu lassen, könne als Ausländer ohne dauerhafte Aufenthaltserlaubnis wieder zurückgeschickt werden. Zudem laufe man Gefahr, dass Geräte beschlagnahmt würden.

Trotz aller Unannehmlichkeiten sollten Reisende den Grenzbeamten jedoch höflich und respektvoll begegnen. Wichtig sei in jedem Falle, die Beamten nicht zu belügen. Es gebe viele Länder, sagte Opsahl, in denen dies eine eigene Straftat darstelle, die dann gegen den Reisenden verwendet werden könne. Eine Lüge könne schon darin bestehen, wenn man den Beamten lediglich einen Dummy-Account zum Einloggen gebe. Stelle sich später heraus, dass man den eigentlichen Account verheimlicht habe, könne das ziemlichen Ärger geben. Dies könnte wohl auch passieren, wenn man seine Social-Media-Konten verheimlicht. Die EFF empfiehlt in diesem Zusammenhang, die eigenen Postings nicht öffentlich zu machen.

 Geräte vollständig herunterfahrenHerausgegebene Passwörter wieder ändern 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. (nur für Prime-Mitglieder)
  3. 7,99€ inkl. FSK-18-Versand

Louis Winthorpe 16. Jan 2018

Firma wechseln! Wer mit denen Geschäfte macht, ist selber Schuld - splendid isolation...

Louis Winthorpe 16. Jan 2018

... leider gewöhnt sich Mensch an alles. Nachdem wir uns in Socialmedia, eBay, Amazon...

Emulex 11. Jan 2018

Gib Merkel noch 4 Jahre ;)

quineloe 11. Jan 2018

Da hast du doch grad auch zu beigetragen...

drdoolittle 11. Jan 2018

Warum werden nur Russland, China etc. gelistet? Bei den USA gilt m.E. dasselbe, auch wenn...


Folgen Sie uns
       


Apple WWDC 2018 Keynote in 11 Minuten - Supercut

Im Supercut zur WWDC 2018 zeigen wir in zehn Minuten, was Apple Entwicklern und Nutzern von iOS 12, MacOS Mojave und WatchOS 5 und TvOS präsentiert hat.

Apple WWDC 2018 Keynote in 11 Minuten - Supercut Video aufrufen
Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten
  2. Dota 2 128.000 CPU-Kerne schlagen fünf menschliche Helden
  3. KI-Bundesverband Deutschland soll mehr für KI-Forschung tun

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  2. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen
  3. Raumfahrt Nasa startet neue Beobachtungssonde Tess

    •  /