Abo
  • IT-Karriere:

Manche Daten werden unbegrenzt gespeichert

Ebenfalls problematisch sei die Speicherung der Daten. Diese variiere in der Regel zwischen 30 Tagen und 18 Monaten. Allerdings könnten die Daten nach dem Gutdünken von Microsoft und der Entwicklerteams auch dauerhaft gespeichert werden. "Es ist schwer zu begründen, dass solche alten Daten notwendig, angemessen und relevant sind. Vor allem, weil sogar Microsoft den Überblick verloren hat und nicht den Grund für alle Ereignisse kennt, die einmal hinzugefügt, aber nie gelöscht wurden", heißt es in dem Bericht.

Stellenmarkt
  1. Evangelische Bank eG, Kassel
  2. Versicherungskammer Bayern, München

Relevant für die Datenschutz wird die Sammelwut dann, wenn die Daten einen Personenbezug aufweisen. Hier standen die Experten wieder vor dem Problem, dass sie den Traffic nicht analysieren konnten und Microsoft keinen Überblick lieferte. Das Unternehmen habe zunächst der Einschätzung widersprochen, dass es sich überhaupt um personenbezogene Daten handele. Im Laufe der Untersuchung habe Microsoft jedoch anerkannt, "dass viele Diagnosedaten über die Nutzung von Office und vernetzter Dienste, einschließlich der Telemetriedaten, personenbezogene Daten enthalten".

Acht Datenschutzrisiken

Einen Hinweis auf den Personenbezug geben dem Bericht zufolge die Auswertung sogenannter Audit-Logs. Mit diesem Überwachungsprotokoll können Administratoren selbst die Nutzung von Office kontrollieren. Diese Audit-Logs enthalten demnach E-Mail-Adressen, verschiedene Nutzer-IDs und auch Betreffzeilen von E-Mails.

Laut dem Bericht gibt es für die betroffenen Unternehmen acht Datenschutzrisiken bei Einsatz des Office-Paketes. Dazu zählt die illegale Speicherung von Metadaten und Inhalten, die im Falle von Behörden sogar geheimhaltungsbedürftiges Material betreffen können. Riskant ist darüber hinaus die Speicherung der Daten außerhalb der EU wegen des umstrittenen Privacy-Shield-Abkommens sowie die fehlende Kontrolle über die Art der übertragenen Daten und deren spätere Löschung. Rechtlich problematisch ist zudem die Tatsache, dass sich Microsoft nur als Datenverarbeiter einstuft und nicht als gemeinsam Verantwortlicher, wie es Artikel 26 der DSGVO definiert. Die Rolle akzeptiert Microsoft nur bei bestimmten vernetzten Diensten, wie bei Übersetzungsvorschlägen.

Übersichtstool angekündigt

Das Unternehmen gelobt dem Bericht zufolge inzwischen Besserung. So will Microsoft eine Dokumentation über die Telemetrie-Daten für Office veröffentlichen und den Administratoren mehr Auswahlmöglichkeiten bieten. Auch versprach das Unternehmen, ein Anzeigetool für die Daten zu entwickeln. Der Zeitplan für diese Maßnahmen ist jedoch nicht öffentlich. Als Zwischenlösung hat Microsoft zusammen mit der niederländischen Regierung einige Ports blockiert, von denen Daten in die USA übertragen werden.

Die Experten empfehlen allen Behörden, die Datenschutzrisiken über andere Maßnahmen möglichst zu minimieren. Dazu zähle beispielsweise, sämtliche nicht notwendige vernetzte Dienste abzuschalten. Regierungsbehörden sollten zudem auf die Nutzung von Onlinediensten wie Sharepoint und Onedrive verzichten. Ein Wechsel zur onlinebasierten Version von Office 365 sollte verschoben werden, bis Microsoft angemessene Garantien zum Datenschutz liefere.

Bei der Bearbeitung vertraulicher Dokumente in Office schlägt die Privacy Company die Nutzung eines Stand-alone-Paketes vor. Zudem könnten die Behörden Alternativen zu Office testen. Allerdings erst, wenn es zu dem Produkt eine Datenschutzfolgenabschätzung gebe.

 Datenschutz-Ärger: Microsoft sammelt bis zu 25.000 Ereignistypen bei Office
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 204,90€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. 135,00€ (Bestpreis!)

RobZ 24. Nov 2018

Ich erinnere mich noch an eine veröffentlichte Stellenanzeige als *.doc. Die hab ich mir...

Benutzer0000 21. Nov 2018

Ausgehende Verbindungen eines bestimmten Programmes zu blockieren vehindert keineswegs...

DY 21. Nov 2018

na weil man mit den Daten Geld verdienen will bzw. verdient. Google liefert auch...

Potrimpo 21. Nov 2018

Auf was wolltest Du Deinen Arbeitgeber verklagen? Rechtsgrundlage?

maci23 21. Nov 2018

Da hat Microsoft wieder mal so gearbeitet wie früher Urlaube usw. bezahlt. Dann können...


Folgen Sie uns
       


Samsungs Monitor The Space - Test

Der Space-Monitor von Samsung ist ungewöhnlich: Er wird mit einer Schraubzwinge an die Tischkante geklemmt. Das spart tatsächlich viel Platz. Mit 32 Zoll Diagonale und 4K-Auflösung ist auch genug Platz für die tägliche Arbeit vorhanden.

Samsungs Monitor The Space - Test Video aufrufen
Harmony OS: Die große Luftnummer von Huawei
Harmony OS
Die große Luftnummer von Huawei

Mit viel Medienaufmerksamkeit und großen Versprechungen hat Huawei sein eigenes Betriebssystem Harmony OS vorgestellt. Bei einer näheren Betrachtung bleibt von dem großen Wurf allerdings kaum etwas übrig.
Ein IMHO von Sebastian Grüner


    Faire IT: Die grüne Challenge
    Faire IT
    Die grüne Challenge

    Kann man IT-Produkte nachhaltig gestalten? Drei Startups zeigen, dass es nicht so einfach ist, die grüne Maus oder das faire Smartphone auf den Markt zu bringen.
    Von Christiane Schulzki-Haddouti

    1. Smartphones Samsung und Xiaomi profitieren in Europa von Huawei-Boykott
    2. Smartphones Xiaomi ist kurz davor, Apple zu überholen
    3. Niederlande Notrufnummer fällt für mehrere Stunden aus

    Probefahrt mit Mercedes EQC: Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit
    Probefahrt mit Mercedes EQC
    Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit

    Mit dem EQC bietet nun auch Mercedes ein vollelektrisch angetriebenes SUV an. Golem.de hat auf einer Probefahrt getestet, ob das Elektroauto mit Audis E-Tron mithalten kann.
    Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

    1. Mercedes EQV Daimler zeigt elektrische Großraumlimousine
    2. Freightliner eCascadia Daimler bringt Elektro-Lkw mit 400 km Reichweite
    3. Mercedes-Sicherheitsstudie Mit der Lichtdusche gegen den Sekundenschlaf

      •  /