Datenschützer: Niemand weiß, was iPhone-Apps mit Fingerabdruck machen
Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar warnt vor dem Fingerabdrucksensor im iPhone 5S. Zum Absichern des iPhones verwendet Apple einen Fingerabdrucksensor im Homebutton, der mit einer Auflösung von 500 ppi arbeitet. Der Fingerabdruck kann auch als Ersatz für das iTunes-Passwort verwendet werden. Die Fingerabdruckdaten würden verschlüsselt im iPhone abgelegt und nicht übertragen, erklärte Apple.
"Biometrische Merkmale kann man nicht löschen. Sie begleiten uns das Leben lang. Fingerabdrücke sollte man daher nicht für alltägliche Authentifizierungsverfahren abgeben, insbesondere wenn sie in einer Datei gespeichert werden", sagte Caspar dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel(öffnet im neuen Fenster).
Der normale Nutzer könne gegenwärtig kaum kontrollieren, "was Apps mit dem Handy machen, auf welche Daten des Geräts sie zugreifen, welche Informationen sie auslesen. Technischen Vorkehrungen zu trauen war schon vor Prism nicht ohne Risiko."
Zudem gelte der Grundsatz der Datensparsamkeit, so Caspar weiter. "Wo es nicht sein muss, sollte man seine biometrischen Daten auch nicht hinterlassen. Schon gar nicht aus Bequemlichkeit."
Das iPhone 5S wurde am 10. September 2013 vorgestellt. Das Smartphone soll ab dem 20. September 2013 unter anderem in Deutschland, den USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Japan und China erhältlich sein.
Mega-Gründer Kim Dotcom twitterte(öffnet im neuen Fenster) am 11. September 2013: "Die Idee, einen Fingerabdruckscanner in iPhones zu integrieren, war eine der Lieblingsideen vom Cheflügner der NSA, General Keith Alexander."
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