Abo
  • Services:
Anzeige
Daumen rauf, Daumen runter: Facebook sei intransparent, monieren belgische Datenschützer.
Daumen rauf, Daumen runter: Facebook sei intransparent, monieren belgische Datenschützer. (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Datenschützer: Facebook hat keinen Respekt vor Privatsphäre

Daumen rauf, Daumen runter: Facebook sei intransparent, monieren belgische Datenschützer.
Daumen rauf, Daumen runter: Facebook sei intransparent, monieren belgische Datenschützer. (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Datenschützer aus Belgien fordern Facebook dazu auf, das Sammeln von Nutzerdaten einzuschränken. Sollte das Unternehmen nicht auf die Forderungen reagieren, könnte es zu rechtlichen Schritten kommen.

Anzeige

Belgische Datenschützer fordern Facebook dazu auf, das Sammeln von Nutzerdaten stark einzuschränken. Sollte sich das Unternehmen weigern, könnten Strafanwälte rechtliche Schritte in Erwägung ziehen, berichtet die Website Politico. Die Datenschützer fordern demnach, das soziale Netzwerk dürfe externe Plugins auf Drittseiten nur dann zum Datensammeln nutzen, wenn die Nutzer explizit zugestimmt hätten. Mit diesen externen Like- und Teilen-Knöpfen konnte Facebook das Datensammeln enorm intensivieren. Statt nur eine Quelle zu haben, aus der sich Nutzerdaten abschöpfen lassen - nämlich die Seite facebook.com -, sind es seit der Einführung 13 Millionen mehr. So viele Webseiten sollen diese Buttons auf der eigenen Seite eingebettet haben.

Facebook behandle das Privatleben seiner Nutzer "ohne Respekt". Das Problem müsse angegangen werden, sagte Willem Debeuckelaere, Präsident der belgischen Datenschutzkommission dem Guardian zufolge.

Klarere Kommunikation, wie Cookies eingesetzt werden

Die Datenschützer verlangen außerdem, dass Facebook klarer mitteilt, wie sogenannte Cookies eingesetzt werden. Cookies sind Dateien, die Informationen abspeichern. Auf diese Weise müssen Passwörter nicht bei jedem Webseitenbesuch neu eingegeben werden. Cookies können aber auch dazu verwendet werden, Nutzer beim Surfen durch das Netz zu verfolgen. Genau das war Facebook in einer Studie vorgeworfen worden.

Das sind die Ergebnisse der Studie

Forscher der Universität im belgischen Löwen hatten im Auftrag der belgischen Datenschützer untersucht, wie Facebook-Nutzer verfolgt werden. Unter anderem fanden sie heraus, dass Facebook Cookies einsetzt, mit denen Nutzer verfolgt werden, die sich explizit dagegen ausgesprochen haben - und sogar Nutzer, die über gar kein Konto bei Facebook verfügen. Das Vorgehen Facebooks sei ein Verstoß gegen europäisches Recht, so die Forscher.

So reagierte Facebook

Facebook betonte, dass die Privatsphäre der Nutzer wichtig sei: "Wir arbeiten hart, um sicherzustellen, dass die Nutzer Kontrolle darüber haben, welche Informationen sie mit wem teilen." Facebook werde bereits in Europa reguliert und halte sich an europäisches Datenschutzrecht. Es sei unklar, wie die Befunde der Datenschützer anzuwenden seien. Die Behörde selbst ist nicht dazu befugt, Facebook mit Strafzahlungen zu belegen. Ein entsprechendes Gesetz solle aber bis Jahresende vorliegen.

In Europa gilt eine Datenschutz-Grundverordnung aus dem Jahr 1995. Darin steht, dass Unternehmen, die bereits in einem europäischen Land reguliert werden, auch in anderen Teilen Europas operieren dürfen. Facebook hat eine Tochtergesellschaft in Irland gegründet. Kritiker argumentieren, dass auf diese Weise ein stärkerer Datenschutz, wie zum Beispiel der in Deutschland, ausgehebelt werden kann. Auf europäischer Ebene wird deshalb seit Jahren daran gearbeitet, ein Nachfolge-Modell zu finden.

Die Studie selbst kritisierte Facebook mit harschen Worten. Zentrale Befunde seien schlicht falsch. Doch es habe Fälle gegeben, in denen auch dann Cookies verschickt wurden, wenn Nutzer nicht auf Facebook angemeldet gewesen seien. Dabei habe es sich jedoch lediglich um Bugs gehandelt, also unabsichtliche, technische Fehler, die mittlerweile korrigiert worden seien.


eye home zur Startseite
FreiGeistler 28. Mai 2015

Ich habe mein Facebook-Konto vor Jahren gelöscht. Nun muss ich aktiv Gegenmassnahmen...

FreiGeistler 19. Mai 2015

Ich nutze im FF "Self-destructing Cookies", für Chrome wäre evtl "Tab Cookies" geeignet...

violator 19. Mai 2015

Immerhin mehr zum Thema beigetragen als du.

DY 18. Mai 2015

Cookie Culler und vor allem Self-Destructing Cookies !

Mr Miyagi 18. Mai 2015

Wenn man Probleme mit Facebooks Umgang mit der Privatsphäre hat - sollte man es...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Hanseatisches Personalkontor Mannheim, Mannheim
  2. LEDVANCE GmbH, Garching bei München
  3. Sagemcom Fröschl GmbH, Walderbach (zwischen Cham und Regensburg)
  4. Jobware Online-Service GmbH, Paderborn


Anzeige
Top-Angebote
  1. 169,00€ (Vergleichspreis 214€)
  2. 3,36€ (Amazon Plus Produkt: Mindesteinkauf 20€)
  3. 485,00€ (Vergleichspreis 529€)

Folgen Sie uns
       


  1. Digital Paper DPT-RP1

    Sonys neuer E-Paper-Notizblock wird 700 US-Dollar kosten

  2. USB Typ C Alternate Mode

    Thunderbolt-3-Docks von Belkin und Elgato ab Juni

  3. Sphero Lightning McQueen

    Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

  4. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  5. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  6. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  7. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  8. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  9. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  10. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

Tado im Langzeittest: Am Ende der Heizperiode
Tado im Langzeittest
Am Ende der Heizperiode
  1. Speedport Smart Telekom bringt Smart-Home-Funktionen auf den Speedport
  2. Tapdo Das Smart Home mit Fingerabdrücken steuern
  3. Mehr Möbel als Gadget Eine Holzfernbedienung für das Smart Home

Blackberry Keyone im Test: Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
Blackberry Keyone im Test
Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
  1. Blackberry Keyone kommt Mitte Mai
  2. Keyone Blackberrys neues Tastatur-Smartphone kommt später
  3. Blackberry Keyone im Hands on Android-Smartphone mit toller Hardware-Tastatur

  1. Re: 300¤

    El Gato | 14:34

  2. Re: Warum überhaupt VLC nutzen

    __destruct() | 14:29

  3. Re: Gutes Konzept... schrottiges OS, und dann 4000¤

    Seroy | 14:28

  4. Re: Ich werd es mir wohl kaufen oder gibt es...

    picaschaf | 14:19

  5. Re: 700$ - Ich hätte da eine bessere Lösung...

    picaschaf | 14:19


  1. 10:10

  2. 09:59

  3. 09:00

  4. 18:58

  5. 18:20

  6. 17:59

  7. 17:44

  8. 17:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel