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Nordkoreaner sind angewiesen auf USB-Sticks

"In der verschlossensten Gesellschaft der Welt sind USB-Sticks wertvolle Instrumente für Bildung und Entdeckung", heißt es auf der Website von Flash Drives for Freedom. In einer Gesellschaft ohne Internet, mit totaler Überwachung durch die Regierung, ohne unabhängige Medien, seien Nordkoreaner auf die kleinen Plastikstücke angewiesen. "Voll mit Filmen, Büchern und Informationen sind sie Fenster zur Außenwelt."

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Es ist nicht das erste Mal, dass eine Organisation aus dem Silicon Valley den nordkoreanischen Aktivisten hilft: Die Gruppe NKSC arbeitet bereits seit längerem mit Wikimedia zusammen, um eine Wikipedia-Version im nordkoreanischen Dialekt auf jeden USB-Stick aufzuspielen.

Bisher schmuggeln Organisationen, die von nordkoreanischen Flüchtlingen geleitet werden, jährlich weniger als 10.000 USB-Sticks ins Land, manche mit Ballons. Es könnten deutlich mehr sein - wenn die Organisationen keine neuen Speichermedien kaufen müssten, sondern gespendete Sticks verwenden könnten. USB-Sticks werden in Europa und den USA immer unwichtiger, weil Daten in der Cloud gespeichert werden und so jederzeit und überall verfügbar sind. Es ist also ein logischer Schritt, zum Spenden genau dieser Speichermedien aufzurufen. Ein weiterer Vorteil aus Sicht der Aktivisten: Sollten die Nordkoreaner erfahren, dass Amerikaner und andere Ausländer sich engagieren und ihre Sticks zur Verfügung stellen, könnte das den Effekt der Inhalte noch verstärken.

Das Regime kann nur von innen gestürzt werden

Allein das North Korean Strategy Center bringt pro Jahr etwa 3.000 USB-Sticks nach Nordkorea, berichtet die US-Zeitschrift Wired. Gegründet wurde die Organisation von Kang Chol-hwan, der als Kind mit seiner Familie zehn Jahre lang in einem Internierungslager festgehalten wurde. Er floh und steht heute auf der Top-10-Liste abtrünniger Nordkoreaner, die das Regime am liebsten tot sehen würde.

Kang glaubt, dass die Macht der Kim-Dynastie, die in dritter Generation über Nordkorea herrscht, nicht durch einen Drohnenkrieg oder andere militärische Interventionen von außen gebrochen werden kann, sondern nur von innen: Indem die Bewohner des Landes merken, dass sie Propaganda ausgesetzt sind. US-Serien sind ihm zufolge der Weg zum freien Denken. "Wenn Nordkoreaner Desperate Housewives schauen, sehen sie, dass Amerikaner nicht alle nur kriegsliebende Imperialisten sind", sagte Kang der Wired. Bleibt zu hoffen, dass das TV-Leben amerikanischer Hausfrauen nicht allzu abschreckend auf freiheitshungrige Nordkoreaner wirkt.

 Datenschmuggel: Alte USB-Sticks als Geheimwaffe gegen Nordkorea
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DerVorhangZuUnd... 13. Feb 2016

Informationen sind ja toll solange es nicht speziell aufbereitete Informationen mit...

DeutschlandIstT... 12. Feb 2016

Wer da mitmacht sollte sich auch bewusst sein, dass man in Nordkorea wegen so etwas schon...

quadronom 12. Feb 2016

Mh, ich hatte das anders verstanden. Aber da kann ich mich auch irren...

obermeier 12. Feb 2016

Auch eine Art das zu deuten. :) Ist was dran.

obermeier 12. Feb 2016

aaaaawwwww, schööön! ^^ Noch nie von gehört, werde ich mir mal ansehen. Danke für den Tipp!


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