• IT-Karriere:
  • Services:

Datenrate: O2 will an LTE-Wettrüsten nicht teilnehmen

LTE jenseits von 225 MBit/s braucht noch niemand, meint der Chef der Telefónica Deutschland. Er sagte auch einiges zu den Plänen für 5G ohne ein eigenes Festnetz.

Artikel veröffentlicht am ,
Telefónica-Chef Markus Haas
Telefónica-Chef Markus Haas (Bild: Achim Sawall/ Golem.de)

Die Telefónica will nicht versuchen, ihre Konkurrenten bei der LTE-Datenübertragungsrate zu übertreffen. Telefónica Deutschland-Chef Markus Haas sagte am 31. August 2017: "An dem Wettrüsten bei LTE nehmen wir nicht teil. Der Kunde braucht keine Nutzung jenseits von 225 MBit/s, das ist nicht relevant."

Stellenmarkt
  1. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach
  2. EPLAN Software & Service GmbH & Co. KG, Monheim (Köln/Düsseldorf), Stuttgart oder München

Telefónica Deutschland, das Unternehmen hinter O2 und E-Plus, habe das "dichteste und größte 3G-Netz in Deutschland", so Haas, die Netzabdeckung liege über 90 Prozent, bei 4G dagegen nur bei 80 Prozent. "Bei 4G investieren wir weiter", betonte er.

Nach dem Zusammenschluss von Telefónica und E-Plus im Jahr 2015 hatte das Unternehmen zunächst die UMTS- und GSM-Netze von O2 und E-Plus im Rahmen des National Roaming geöffnet. Der spanische Konzern will die Netzintegration bis Jahresende 2017 weitgehend abschließen.

Die Telefónica Deutschland komme mit ihren beiden Netzen auf 40.000 Mobilfunkstandorte, 27.000 davon würden weiterbetrieben, erklärte Haas. "Damit haben wir die meisten Standorte in Deutschland, täglich sind mehr als 2.000 Techniker an den Standorten aktiv. Wir kommen gut voran, aber wir werden noch ein paar Monate brauchen, bis das Netz fertig ist", sagte Haas über die Netzzusammenlegung, die in Süddeutschland bereits abgeschlossen sei. "Am Ende des Tages wird es ein Supernetz."

In Netztests liegt O2 dagegen weiter hinten: Einen schlechten dritten Platz hatte O2 im November 2016 im Connect-Mobilfunknetztest erreicht. Besonders bei den Datenverbindungen enttäuschte das Netz. Auch ein Test der Computer Bild vom Dezember 2016 ergab: Wie bereits im Vorjahr gelang der Deutschen Telekom "mit ihrem guten LTE-Netz" der Testsieg. Vodafone kam auch in diesem Jahr auf Platz zwei, liegt aber dicht hinter dem Testsieger, O2 landet auf dem letzten Platz.

Telefónica: 5G mit Glasfaser an der Mobilfunkstation

Im Gegensatz zu Telekom und Vodafone verfügt Telefónica für den kommenden Mobilfunkstandard 5G über kein eigenes Festnetz. Golem.de sagte Haas: "Wir haben aber ein riesiges Core-Netz. Für 5G müssen wir aber unsere Mobilfunkstationen mit Glasfaser anbinden."

Gegenwärtig hätten 20 Prozent der Mobilfunkstationen des Betreibers eine Glasfaseranbindung. Ziel sei, bis zum Jahr 2020 "die Mobilfunkstationen am Glas zu haben". Hier werde die Telefónica von City-Carriern Kapazität anmieten. "Die vermieten gern, München oder Köln sind sehr gesunde Märkte", sagte Haas in Bezug auf die dortigen Betreiber M-net und Netcologne, die das Netz stark ausbauen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,99
  2. 4,99€
  3. (-74%) 15,50€
  4. 20,49€

Stepinsky 02. Sep 2017

Kann ich so unterschreiben. Ich brauche erstmal überhaupt LTE, bevor ich mir über die...

HabeHandy 01. Sep 2017

Nur verteilt o2 bei neuen Verträgen 10GB+ an die Kunden. Somit steigt die Netzlast...

HabeHandy 01. Sep 2017

Ich erreiche (spätabends) mit LTE in der Innenstadt 0,5-2Mbit. Tagsüber kann man das...

Spaghetticode 01. Sep 2017

Stimmt. Vor 2 Tagen erst gab es einen Artikel, der genau diese Behauptung widerlegt.

Spaghetticode 01. Sep 2017

Nanu? Dort gibt es doch eigentlich WLAN. Allerdings kann ich verstehen, warum das keiner...


Folgen Sie uns
       


VW-Elektroautos aus Zwickau - Bericht

Der Volkswagen-Konzern will ab 2020 in Zwickau nur noch Elektroautos bauen - wir haben uns die Umstellung angesehen.

VW-Elektroautos aus Zwickau - Bericht Video aufrufen
Videoüberwachung: Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt
Videoüberwachung
Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt

Dass Überwachungskameras nicht legal eingesetzt werden, ist keine Seltenheit. Ob aus Nichtwissen oder mit Absicht: Werden Privatsphäre oder Datenschutz verletzt, gehören die Kameras weg. Doch dazu müssen sie erst mal entdeckt, als legal oder illegal ausgemacht und gemeldet werden.
Von Harald Büring

  1. Nach Attentat Datenschutzbeauftragter kritisiert Hintertüren in Messengern
  2. Australien IT-Sicherheitskonferenz Cybercon lädt Sprecher aus
  3. Spionagesoftware Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige gegen Finfisher

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


    Quantencomputer: Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits
    Quantencomputer
    Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits

    Gebaut für eine Kühlung mit flüssigem Helium ist Horse Ridge wohl der coolste Chip, den Intel zur Zeit in Entwicklung hat. Er soll einen Quantencomputer steuern, dessen Qubits mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zurechtkommen.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

    1. AWS re:Invent Amazon Web Services bietet Quanten-Cloud-Dienst an
    2. Quantencomputer 10.000 Jahre bei Google sind 2,5 Tage bei IBM
    3. Google Ein Quantencomputer zeigt, was derzeit geht und was nicht

      •  /