Datenrate: 5G-Drosselung der Telefónica bringt wildes Durcheinander

Bei einem ersten Speedtest im neuen 5G-Netz der Telefónica hatte der Youtuber und IT-Experte Tobske (Tobias Dirking)(öffnet im neuen Fenster) Probleme mit der Drosselung durch den Netzbetreiber. So bot LTE 4CA eine Datenübertragungsrate von 420 MBit/s, der neue Standard 5G aber nur 300 MBit/s. In Köln erreichte Dirking für 10 bis 20 Minuten im 5G-Netz eine Datenrate von 500 MBit/s, danach kam er nur noch auf 300 MBit/s.
Geboten wird nach Unternehmensangaben von Telefónica nur eine Datenrate von maximal 300 MBit/s im Download und bis zu 50 MBit/s im Upload, obwohl technisch mehr möglich wäre. Wie Golem.de aus Branchenkreisen erfahren hat, kann Telefónica noch keine höhere Datenrate anbieten, weil es für mehr als 300 MBit/s technisch einfach noch keine Abrechnungsmöglichkeit gibt.
"Der Sender in Münster hat sich, sobald die 5G-Verbindung aktiv war, geweigert Daten zu übertragen" , sagte Dirking Golem.de. "In Köln lagen die ersten Speedtests bei 460 MBit/s bis zu 501 MBit/s. Danach griff die AMBR-Drosselung. Die meisten 5G-Speedtests für den Rest des Tages blieben somit bei 280 MBit/s bis 290 MBit/s. Die Smallcell erreichte sogar nur 260 bis 270 MBit/s."
Die Tests wurden von Dirking mit einem Samsung Galaxy S20 Ultra, einem Huawei Mate 20x 5G und einem Xiaomi Mi Mix 3 5G durchgeführt. Das 5G-Netz von Telefónica sendet mit einer N78-Bandbreite von 60 MHz. Er sei sich sicher, hätte er die optimale Position gefunden, seien auch 500 oder 600 MBit/s möglich gewesen, heißt es in dem Video. Eine Besonderheit war laut Dirking, dass er eine Smallcell fand, welche bisher für LTE Band 7 (2.600MHz) genutzt wurde, nun allerdings eine 5G-Erweiterung bekam. Die Smallcell erreichte dadurch 240 bis 270 MBit/s. "Dies ist mehr, als die Smallcells von der Telekom oder Vodafone üblicherweise bieten" , erklärte er.