Datenplattform Govdata: Bundesregierung öffnet sich testweise

Freier Zugang zu amtlichen Informationen: Heute soll die Regierungsplattform Govdata in eine einjährige Testphase gehen. Open-Data-Aktivisten kritisieren das Portal im Vorfeld als nicht offen und ungeeignet.

Artikel veröffentlicht am ,
Ausschnitt aus einem Plakat für das 'Festival of Ideas for a New City' von civiccenter.cc
Ausschnitt aus einem Plakat für das 'Festival of Ideas for a New City' von civiccenter.cc (Bild: Kristina Kassem/Civiccenter.cc)

Geo-, Einwohner- und Wirtschaftsdaten: Diese und weitere Informationen sollen öffentlich und zentral zur Verfügung gestellt werden. Das ist das Ziel der Regierungsplattform Govdata, die heute in die Testphase gehen soll.

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeitung (w/m/d) für Informationssicherheit und Datenschutz
    Landesamt für Steuern Niedersachsen, Hannover
  2. Senior Java Developer (m/w/d)
    STRABAG BRVZ GMBH & CO.KG, Stuttgart
Detailsuche

Die Webseite wurde vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (Fokus) erstellt, das auch schon für das Portal des Landes Berlin verantwortlich war. Open Data Berlin ging im September 2011 in die Testphase und startete mit 18 Datensammlungen. In der vergangenen Woche hat Hamburg sein eigenes Datenportal vorgestellt - mit 60 Datensammlungen zum Start.

Eigene Lizenzmodelle

Über 1.000 Datensammlungen sollen zum Start von Govdata verfügbar sein. Die meisten davon sammelt die Plattform von den Portalen der einzelnen Bundesländer, wie zum Beispiel von Open Data Berlin und Hamburg. Govdata biete "einen einheitlichen, zentralen Zugang zu weiterverwendbaren Daten von Bund, Ländern und Kommunen", heißt es.

Weiterverwendet werden können die Daten zum Beispiel von App-Entwicklern, wenn sie dürfen. Um die Rechte an den Daten zu regeln, wurden eigene Modelle für Govdata entworfen. Eines erlaubt es dem Datenbereitsteller, darüber zu entscheiden, ob seine Informationen kommerziell weiterverwendet werden dürfen.

"Not-your-Govdata"

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2022, Virtuell
  2. Unity Basiswissen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Mit Open Government (Data) habe das Datenportal Deutschland somit wenig zu tun, kritisieren Aktivisten der Open-Data-Community. "Das für das Datenportal von Bund und Ländern vorgesehene Lizenzmodell ist ungeeignet für offene Daten". Es erschwere oder verhindere deren Nachnutzung, sagte der Vorsitzende der Open Knowledge Foundation Deutschland, Daniel Dietrich.

Zusammen mit anderen Vertretern der Open-Data-Community hat Dietrich eine Erklärung unter "not-your-govdata.de" veröffentlicht. Weitere Unterzeichner sind Vertreter von Wikimedia Deutschland, des Chaos Computer Clubs, dem Verein Digitale Gesellschaft und Creative Commons Deutschland.

Außerdem haben die Aktivisten eine Liste mit bisher nicht öffentlich zugänglichen Daten veröffentlicht. "Diese Daten müssen [...] technisch und rechtlich offen sein, um die Nachnutzung auch zu kommerziellen Zwecken zu ermöglichen", schreiben sie. Es bestehe auf jeden Fall noch enormer Handlungsbedarf auf verschiedenen Ebenen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Endwickler 21. Feb 2013

Wie man sieht, scheint es zu funktionieren. :-)

Endwickler 20. Feb 2013

Zeigen die amerikanische Daten oder wieso dieses gov? Kennen sie keine deutschen Wörter...

WalterKeim 19. Feb 2013

88% der Wähler wollen Open Data und Open Government. Die Bürger wählen Parlamente, die...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Rocket 1
3D-Druck vom Kopf auf die Füße gestellt

Eine der interessantesten Crowdfunding-Kampagnen für 3D-Drucker seit Jahren lässt einige wichtige Fragen offen.
Von Elias Dinter

Rocket 1: 3D-Druck vom Kopf auf die Füße gestellt
Artikel
  1. Tesla Gigafactory Berlin: Brandenburgs Regierung sieht Wasserversorgung gesichert
    Tesla Gigafactory Berlin
    Brandenburgs Regierung sieht Wasserversorgung gesichert

    Der Wasserverband sieht die Trinkwassermenge durch die geplante Tesla-Fabrik in Gefahr, die Landesregierung sieht das anders.

  2. Activision Blizzard: Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?
    Activision Blizzard
    Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?

    Playstation als Verlierer und Exklusivspiele für den Xbox Game Pass: Golem.de über die bislang größte Übernahme durch Microsoft.
    Eine Analyse von Peter Steinlechner

  3. Hohe Lichtstärke: Nikon stellt 400-mm-Objektiv mit f2,8 vor
    Hohe Lichtstärke
    Nikon stellt 400-mm-Objektiv mit f2,8 vor

    Nikon bringt mit dem Nikkor Z 400 mm 1:2,8 TC VR S ein besonders lichtstarkes Teleobjektiv mit integriertem Telekonverter auf den Markt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED (2021) 40% günstiger (u.a. 65" 1.599€) • WD Black 1TB SSD 94,90€ • Gigabyte Mainboard 299,82€ • RTX 3090 2.399€ • Roccat Gaming-Tastatur 105€ • RTX 3060 Ti 799€ • MindStar (u.a. 32GB DDR5-6000 389€) • Alternate Deals (u.a. Samsung LED TV 50" 549€) [Werbung]
    •  /