Datenpanne: OpenAI-Crawler greift Kundendaten von Universa ab
Bei den Universa-Versicherungen ist es offenbar zu einem Datenschutzvorfall gekommen, bei dem Kundendaten an den ChatGPT-Entwickler OpenAI abgeflossen sind. Im Netz kursieren bereits Meldungen Betroffener(öffnet im neuen Fenster), die schriftlich über die Datenpanne informiert wurden. Demnach kam es am 7. Juli zu einer Fehlkonfiguration, wodurch die Daten temporär frei zugänglich gewesen sein sollen.
Gegenüber Heise Online(öffnet im neuen Fenster) bestätigte Universa den Vorfall. Nach Angaben des Unternehmens lagen auf dem betroffenen Server personenbezogene Daten wie Namen und Anschriften sowie Vertragsdaten wie Versicherungsnummern und Tarifinformationen. Teilweise sollen auch Bankverbindungsdaten betroffen sein.
Explizit nicht betroffen sind laut Universa hingegen "besonders sensible Informationen" wie Gesundheits-, Anmelde- oder Kreditkartendaten, die zentralen Verwaltungs- und Datensysteme sowie das Kundenportal. Zur genauen Anzahl der betroffenen Kunden machte das Versicherungsunternehmen keine Angaben. Der Vorfall wird wohl noch von IT-Forensikern untersucht.
Ein OpenAI-Crawler hat sich bedient
In dem Schreiben an Betroffene ist davon die Rede, dass ein Crawler von OpenAI die Kundendaten ausgelesen hat. Das sei "im Rahmen interner Sicherheitskontrollen" aufgefallen, erklärte Universa. Der betroffene Server sei daraufhin umgehend abgeschaltet worden. Zudem habe das Unternehmen OpenAI aufgefordert, die Daten vollständig zu löschen und nicht zu verwenden.
Ob der KI-Anbieter dieser Forderung tatsächlich nachkommt, bleibt fraglich. Überdies hat Universa nach eigenen Angaben aber auch zusätzliche Schutzmaßnahmen eingeleitet und "externe Forensik-Experten hinzugezogen, um den Sachverhalt schnellstmöglich aufzuklären".
Auch die zuständige Datenschutzbehörde, in diesem Fall das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA), wurde über den Vorfall informiert. Dessen Präsident(öffnet im neuen Fenster) Michael Will bestätigte, eine entsprechende Meldung erhalten zu haben. Weitere Details zu dem Datenleck wollte aber auch er aufgrund der laufenden Untersuchungen nicht preisgeben.
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