Datenleck: Ransomwaregruppe veröffentlicht Daten von LG und Xerox

Mit internen Daten hat die Ransomwaregruppe Maze LG und Xerox erpresst.

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Die Zeiten, in denen Ransomware-Gangs nur Geld fürs Entschlüsseln wollten, sind vorbei.
Die Zeiten, in denen Ransomware-Gangs nur Geld fürs Entschlüsseln wollten, sind vorbei. (Bild: vishnu vijayan/Pixabay)

Die Unternehmen LG und Xerox sind von einem Angriff der Maze-Gruppe betroffen. Diese kopierte interne Daten, forderte ein Lösegeld veröffentlichte die Daten nach einer ausbleibenden Zahlung im Internet. Darüber berichtete zuerst das Onlinemagazin ZDnet. Die beiden Unternehmen wollten auf Nachfrage des Magazins zu dem Vorfall keine Stellung nehmen.

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Maze ist dafür bekannt in Unternehmensnetzwerke einzudringen, wichtige Daten zu kopieren und die im Unternehmen verbliebenen Daten zu verschlüsseln. Anschließend fordert die Ransomwaregruppe ein Lösegeld für die Entschlüsselung der Daten. Will das betroffene Unternehmen nicht zahlen, drohen die Kriminellen mit einer Veröffentlichung der zuvor kopierten Daten. Damit können sie die Unternehmen laut der Sicherheitsfirma Checkpoint noch weiter in die Enge treiben.

Im Falle von LG habe sich die Ransomwaregruppe entschieden, die Daten nicht zu verschlüsseln, weil die Kunden der Firma von gesellschaftlicher Bedeutung seien, gab Maze auf Nachfrage von ZDnet an. Unklar ist, ob die Ransomwaregruppe bei Xerox auch Daten verschlüsselt oder ebenfalls nur kopiert hat.

Einfallstor könnte Citrix-Sicherheitslücke gewesen sein

In beiden Fällen scheinen die Unternehmen jedoch den Lösegeldfoderungen nicht nachgekommen zu sein, denn 50,2 GByte interne Daten von LG und 25,8 GByte von Xerox wurden kürzlich von der Maze-Gruppe veröffentlicht. Dabei soll es sich unter anderem um den Quellcode für verschiedene Closed-Source-Firmwares diverser LG-Produkte handeln, darunter Telefone und Laptops. Bei Xerox soll es sich nach einer Durchsicht von ZDnet um Daten aus der Kundenbetreuung handeln. Allerdings konnten sie bisher nur Informationen von Xerox-Angestellten, nicht aber von Kunden in dem Datenleck entdecken.

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Bei beiden Firmen sollen Geräte von Citrix zum Einsatz gekommen sein, die von einer schwerwiegenden Sicherheitslücke (CVE-2019-19781) betroffen waren, für die Citrix lange Zeit keinen Patch, sondern nur einen Hinweis zur Fehlerbehebung zur Verfügung stellte. Von der Shitrix genannten Sicherheitslücke waren etliche Unternehmen und Behörden auch Wochen nach der Veröffentlichung betroffen. Einige wurden gehackt.

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