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Datenleck bei Netcom: Provider aus Kassel gehackt

Bei einem Hack des Providers Netcom aus Kassel wurden Kundendaten entwendet und veröffentlicht.
/ Moritz Tremmel
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Der ISP Netcom wurde gehackt. (Symbolbild) (Bild: Pete Linforth/Pixabay)
Der ISP Netcom wurde gehackt. (Symbolbild) Bild: Pete Linforth/Pixabay

Bereits am 18. Januar 2021 wurde der Provider Netcom aus Kassel gehackt, das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Bei dem Angriff sollen Kriminelle Zugriff auf die Kundendaten des Providers erhalten haben. Die Systeme für den Netzbetrieb (Telefon und Internet) sollen hingegen nicht betroffen sein. Dennoch könne es in wenigen Einzelfällen zu Einschränkungen bei der Telefonie kommen, erklärte der Provider.

Demnach wurde ein Teil der Kundendaten bereits auf einer Webseite veröffentlicht. "Zu den Kundendaten kann auch sämtlicher Schriftverkehr gehören. Wir haben technische Vorkehrungen getroffen, um zu gewährleisten, dass diese Daten nicht für externe Angriffe im Rahmen Ihres Anschlusses genutzt werden können", schreibt Netcom in einer Mitteilung(öffnet im neuen Fenster). Gemeinsam mit Fachleuten würden einschlägige Veröffentlichungen beobachtet.

Ransomwares verschlüsseln und veröffentlichen Daten

Immer mehr Ransomwares sind dazu übergegangen, nicht nur die Daten auf den betroffenen Systemen zu verschlüsseln, sondern diese vorab auszuleiten. Anschließend wird den Betroffenen gegen Zahlung eines Lösegeldes die Entschlüsselung ihrer Daten angeboten und mit einer Veröffentlichung der erlangten Daten gedroht.

Zu den genaueren Umständen und der benutzten Schadsoftware will Netcom derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen. Die Datenschutzbehörden seien bereits informiert worden, eine Anzeige bei der Polizei gestellt, teilte Netcom mit. Die betroffenen Kunden sollen informiert werden, teilte Netcom mit.

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Zwar seien bisher noch keine Phishing-Angriffe mit den Daten bekannt, dennoch rät der Provider zu Vorsicht bei E-Mails, die im Namen von Netcom geschrieben werden und Anhänge oder Links enthalten. Der Kundensupport sei mittlerweile wieder per E-Mail erreichbar.


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