Datenleck: Microsoft-Datenbank mit 250 Millionen Support-Fällen im Netz

Rund einen Monat konnte auf eine Datenbank des Microsoft-Supports über das Internet zugegriffen werden. Die Fälle reichen bis in das Jahr 2005 zurück.

Artikel veröffentlicht am ,
Supportdatenbank mit Kundendaten von Microsoft im Netz
Supportdatenbank mit Kundendaten von Microsoft im Netz (Bild: Toshiyuki IMAI/CC-BY-SA 2.0)

In einem Blogpost informiert Microsoft über ein Datenleck im eigenen Haus. Eine Datenbank mit Daten des Kundensupports war zwischen 5. und 31. Dezember 2019 ungeschützt aus dem Internet erreichbar gewesen. Laut dem Entdecker Bob Diachenko von der Sicherheitsfirma Comparitech soll die Datenbank 250 Millionen Einträge enthalten. Die Kundendaten könnten beispielsweise für betrügerische Anrufe im Namen des Microsoft-Supports verwendet werden.

Stellenmarkt
  1. IT-Mitarbeiter (m/w/d) Netzwerk- und Anwendungssupport
    VIVAVIS AG, Bochum
  2. IT-Spezialist (m/w/d)
    Dan Produkte GmbH, Siegen
Detailsuche

Diachenko entdeckte am 29. Dezember 2019 fünf Elasticsearch-Server, die allesamt die Datenbank des Customer Service and Support (CSS) von Microsoft enthielten. Noch am selben Tag meldete er die Datenbank an Microsoft, das sie innerhalb von 24 Stunden vom Netz nahm.

Ein Zugriff über das Internet soll über fehlerhaft gesetzte Sicherheitsregeln möglich gewesen sein. Laut Diachenko soll die Datenbank E-Mail-Adressen von Kunden, IP-Adressen, Orte und Informationen zu den jeweiligen Supportfällen enthalten. Auch die E-Mail-Adresse des Microsoft-Support-Mitarbeiters, Fallnummern, Lösungen und Bemerkungen sind in der Datenbank zu finden sowie interne Notizen, die als vertraulich markiert wurden. Die Einträge reichen zurück bis in das Jahr 2005.

Microsoft will viele Daten unkenntlich gemacht haben

Microsoft betont in seinem Blogeintrag jedoch, dass ein Großteil der persönlichen Informationen automatisiert unkenntlich gemacht worden sei. Das Verfahren funktioniere aber teilweise nicht, beispielsweise wenn eine E-Mail-Adresse ein Leerzeichen enthalte und daher nicht standardkonform eingetragen sei, erklärt Microsoft.

Golem Akademie
  1. PostgreSQL Fundamentals
    14.-17. September 2021, online
  2. Terraform mit AWS
    14./15. September 2021, online
  3. Masterclass: Data Science mit Pandas & Python
    9./10. September 2021, online
Weitere IT-Trainings

Diachenko betont, dass man nicht wisse, ob auch andere in dem Zeitraum auf die Daten zugegriffen hätten, Microsoft sieht dafür keine Anzeichen. Das Unternehmen habe bereits begonnen, die betroffenen Kunden zu informieren, schreibt Microsoft.

Auch auf die Parkhaussteuerung des Microsoft-Hauptsitzes in Redmond konnte bis vor kurzem zugegriffen werden, wie Golem.de in der vergangenen Woche aufdeckte. Die nur für das interne Netz ausgelegte Parkhaussteuerung konnte unverschlüsselt über das Internet aufgerufen werden. Nach mehreren Hinweisen durch Golem.de nahm Microsoft die Steuerung vom Netz, stellte sie jedoch vorübergehend wieder online.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Clubhouse  
3,8 Milliarden Telefonnummern werden im Darknet verkauft

Die Telefonnummern und Kontakte aller Clubhouse-Konten werden wohl im Darknet angeboten. Nummern werden nach ihrer Wichtigkeit eingestuft.

Clubhouse: 3,8 Milliarden Telefonnummern werden im Darknet verkauft
Artikel
  1. iPhone 12: Youtuber findet Akkukapazität von Apples Magsafe-Pack heraus
    iPhone 12
    Youtuber findet Akkukapazität von Apples Magsafe-Pack heraus

    Ein Youtuber nimmt das Apple Magsafe-Akkupack auseinander. Im Video gibt er einen Einblick in die Technik und die Akkuladung des Produktes.

  2. Teilautonomes Fahren: Magna übernimmt Fahrerassistenz-Spezialisten Veoneer
    Teilautonomes Fahren
    Magna übernimmt Fahrerassistenz-Spezialisten Veoneer

    Für insgesamt 3,8 Milliarden US-Dollar will Magna International sein Geschäftsfeld autonome Fahrfunktionen ausbauen und übernimmt Veoneer.

  3. Elon Musk: Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad
    Elon Musk
    Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad

    Elon Musk hat klargestellt, dass es für das Model S und das Model X kein normales Lenkrad mehr geben wird. Das D-förmige Lenkrad ist Pflicht.

TW1920 26. Jan 2020

*gar nicht *bevor Hier sind - zum Glück - nur Support-Daten betroffen, was normal nicht...

wurstdings 24. Jan 2020

Ich vermute, der BOFH hat in seinem Kalender die Ausrede des Tages aufgeschlagen...



  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • 30% auf Amazon Warehouse • LG 55NANO867NA 573,10€ • Fractal Design Meshify C Mini 69,90€ • Amazon: PC-Spiele von EA im Angebot (u. a. FIFA 21 19,99€) • Viewsonic VG2719-2K (WQHD, 99% sRGB) 217,99€ • Alternate (u. a. Fractal Design Define S2 106,89€) • Roccat Horde Aimo 49€ [Werbung]
    •  /