Abo
  • IT-Karriere:

Telekom-Shop: Kundin erhält fremde Daten auf USB-Stick

Datenpanne im Telekom-Shop in Schleswig-Holstein: Eine Kundin hat neben einem Backup ihres Smartphones auch die persönlichen Daten anderer Kunden erhalten. Die Verbraucherzentrale sucht nach weiteren Fällen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Auf einem USB-Stick wurden die Daten anderer Kunden weitergegeben.
Auf einem USB-Stick wurden die Daten anderer Kunden weitergegeben. (Bild: EsaRiutta/Pixabay)

In einer Telekom-Filiale in Schwentinental in Schleswig-Holstein hat eine Kundin Fotos, Videos und Passwörter für Online-Konten anderer Kunden auf einem USB-Stick erhalten. Die Frau hatte in dem Shop eine Datenkopie vom Gerätespeicher ihres Mobiltelefons auf einen USB-Stick anfertigen lassen.

Stellenmarkt
  1. UDG United Digital Group, Mainz, Herrenberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Hamburg
  2. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau

Für die Kunden sei diese Panne nicht nur unangenehm, sondern "in einigen Fällen ein Sicherheitsrisiko mit kaum abschätzbaren Folgen", sagte der Jurist Boris Wita von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein am 18. Februar 2019. Unter den weitergegebenen Daten seien auch Namen und Telefonnummern aus Anrufprotokollen gewesen.

Die Frau hatte auf dem Stick Hunderte Urlaubsbilder, private Nachrichten und Anrufprotokolle von fremden Menschen entdeckt. Laut Verbraucherzentrale enthielt der Stick Sicherungskopien der Smartphone-Gerätespeicher von sieben Kunden. Betroffen seien insgesamt mehrere Hundert Menschen.

Abmahnung und Bußgeld werden geprüft

Die Verbraucherzentrale und das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein prüfen eine Abmahnung und ein Bußgeld. Dass Sicherungskopien mehrerer Kunden weitergegeben wurden, werfe die Frage nach dem tatsächlichen Ausmaß der Datenpanne auf. "Möglicherweise ist das bisher Bekannte nur die Spitze des Eisbergs und es sind noch mehr Menschen betroffen", sagte Wita.

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein sammelt weitere Fälle: Sie fordert Verbraucher auf, ihre Speichermedien aus Telefonanbieter-Shops auf fremde Daten zu prüfen und diese gegebenenfalls an die Verbraucherzentrale zu melden.

Nachtrag vom 18. Februar 2019, 17:30 Uhr

In einer Stellungnahme an Golem.de sagt die Telekom, dass sie derzeit den Vorgang prüfe und mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten in Kontakt stehe. "Der vorgegebene Prozess sieht vor, dass vom Kunden gewünschte Datentransfers von einem Endgerät zum anderen über neue, unbenutzte USB-Sticks erfolgen, die der Kunde kauft. So ist ausgeschlossen, dass Daten Dritter auf dem Stick gespeichert sind. Warum im Telekom Shop Schwentinental von diesem Standardprozess abgewichen wurde, prüfen wir derzeit", sagt die Telekom-Sprecherin Michaela Schwinge.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 14,95€
  2. 0,49€
  3. 2,99€
  4. 3,99€

korona 19. Feb 2019

Die meisten Browser speichern im Normalfall die Passwörter unverschlüsselt. Wenn man es...

alpha-basis 19. Feb 2019

Tatsächlich kann ich aus eigener Erfahrung sagen, das dies eigentlich nur eine Frage der...

wundertsich 19. Feb 2019

Jepp, doch gestaltet sich die Diskussion mit dem Kunden oftmals schwierig, wenn man auch...

mambokurt 18. Feb 2019

Dürfte wohl nicht viel passieren: Angestellter hat sich nicht an die Prozesse gehalten...


Folgen Sie uns
       


ANC-Kopfhörer im Lautstärkevergleich

Wir haben Microsofts Surface Headphones und die Jabra Elite 85h bei der ANC-Leistung verglichen. Für einen besseren Vergleich zeigen wir auch die besonders leistungsfähigen ANC-Kopfhörer von Sony und Bose, die WH-1000XM3 und die Quiet Comfort 35 II.

ANC-Kopfhörer im Lautstärkevergleich Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Recycling: Die Plastikfischer
Recycling
Die Plastikfischer

Millionen Tonnen Kunststoff landen jedes Jahr im Meer. Müllschlucker, die das Material einsammeln, sind bislang wenig erfolgreich. Eine schwimmende Recycling-Fabrik, die die wichtigsten Häfen anläuft, könnte helfen, das Problem zu lösen.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Elektroautos Audi verbündet sich mit Partner für Akkurecycling
  2. Urban Mining Wie aus alten Platinen wieder Kupfer wird

    •  /