• IT-Karriere:
  • Services:

Datenleck: Kaspersky half NSA

Ein Mitarbeiter der NSA hatte geheime Daten kopiert. Auf die Schliche kamen ihm die US-Behörden durch einen Tipp von Kaspersky. Der Antivirenspezialist hatte merkwürdige Twitter-Nachrichten erhalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Die verlassene NSA-Field-Station auf dem Berliner Teufelsberg
Die verlassene NSA-Field-Station auf dem Berliner Teufelsberg (Bild: Waldemar Merger/CC-BY 2.0)

Streng geheime NSA-Unterlagen hatte Harold T. Martin III von der NSA kopiert. Ausgerechnet ein Hinweis von Kaspersky Lab und nicht die Ermittlungen der US-Sicherheitsbehörden sollen zu seiner Verhaftung 2016 geführt haben, wie das Magazin Politico berichtet. Martin hatte Kaspersky merkwürdige Twitter-Nachrichten geschrieben - kurz bevor die Leaks der The Shadow Brokers begannen.

Stellenmarkt
  1. medneo GmbH, Berlin
  2. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München

Mit dem Twitter-Handle "HAL999999999" hat Martin mehreren Kaspersky-Sicherheitsforschern kryptische Nachrichten geschrieben. In der ersten Nachricht vom 13. August 2016 verlangte er nach "Yevgeny" und meinte damit vermutlich den CEO Eugene Kaspersky. Warum er nach ihm verlangte, ging aus der Nachricht nicht hervor. In einer zweiten Mitteilung setzte er eine Frist von drei Wochen. Antworteten die Forscher auf die Nachrichten, blockierte Martin sie in seinem Twitter-Konto.

Nur eine halbe Stunde, nachdem die Nachrichten an die Kaspersky-Mitarbeiter gesendet wurden, begannen die The Shadow Brokers mit der Veröffentlichung von NSA-Hackingtools und kündigten eine Auktion für weitere Tools an. Die Kaspersky-Mitarbeiter vermuteten einen Zusammenhang zwischen Martin und den Shadow Brokern und recherchierten im Internet. Sie fanden heraus, dass Martin das Handle auch an anderer Stelle verwendete und im US-Geheimdienstbereich arbeitete. Die gesammelten Informationen gab Kaspersky an US-amerikanische Behörden weiter.

Tipp führte zu Verhaftung

Der Tipp führte schließlich zur Verhaftung von Martin am 27. August 2016. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung wurden 50 Terabyte kopierte NSA-Daten sichergestellt. Diese soll er in einem Zeitraum von 20 Jahren gesammelt haben. Die Verteidigung erklärt den Datenfundus mit Martins Sammelleidenschaft.

Kaspersky hat es nicht leicht in den USA, erst vor einem Jahr verbannte Trump den Antivirensoftware-Hersteller endgültig von Computern der US-Regierung. Stewar Baker, ein ehemaliger Rechtsberater der NSA, kommentiert gegenüber Politico: "Es ist eine Ironie, dass Leute, die bei Kaspersky arbeiten, die im Fokus der US-Geheimdienste stehen, dieses Problem offenbarten." Die NSA habe wohl immer noch keinen Weg gefunden, unzuverlässige Mitarbeiter in ihren eigenen Reihen zu identifizieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Netzteile von be quiet! zu Bestpreisen)
  2. 47€
  3. (u. a. NieR Automata für 13,99€ und PSN Card 25 Euro [DE] für 21,99€ - Bestpreise!)
  4. (u. a. 3 Spiele für 49€ und SanDisk Ultra 400 GB microSDXC + Adapter für 47€)

George99 10. Jan 2019

Nicht-Amerikaner sind entweder Feinde oder nützliche Idioten. Oder wie W. schon sagte...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad X1 Fold angesehen (CES 2020)

Das Tablet mit faltbarem Display läuft mit Windows 10X und soll Mitte 2020 in den Handel kommen.

Lenovo Thinkpad X1 Fold angesehen (CES 2020) Video aufrufen
Concept One ausprobiert: Oneplus lässt die Kameras verschwinden
Concept One ausprobiert
Oneplus lässt die Kameras verschwinden

CES 2020 Oneplus hat sein erstes Konzept-Smartphone vorgestellt. Dessen einziger Zweck es ist, die neue ausblendbare Kamera zu zeigen.
Von Tobias Költzsch

  1. Bluetooth LE Audio Neuer Standard spielt parallel auf mehreren Geräten
  2. Streaming Amazon bringt Fire TV ins Auto
  3. Thinkpad X1 Fold im Hands-off Ein Blick auf Lenovos pfiffiges Falt-Tablet

Open Power CPU: Open-Source-ISA als letzte Chance
Open Power CPU
Open-Source-ISA als letzte Chance

Die CPU-Architektur Power fristet derzeit ein Nischendasein, wird aber Open Source. Das könnte auch mit Blick auf RISC-V ein notwendiger Befreiungsschlag werden. Dafür muss aber einiges zusammenkommen und sehr viel passen.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Open Source Monitoring-Lösung Sentry wechselt auf proprietäre Lizenz
  2. VPN Wireguard fliegt wegen Spendenaufruf aus Play Store
  3. Picolibc Neue C-Bibliothek für Embedded-Systeme vorgestellt

Holo-Monitor angeschaut: Looking Glass' 8K-Monitor erzeugt Holo-Bild
Holo-Monitor angeschaut
Looking Glass' 8K-Monitor erzeugt Holo-Bild

CES 2020 Mit seinem neuen 8K-Monitor hat Looking Glass Factory eine Möglichkeit geschaffen, ohne zusätzliche Hardware 3D-Material zu betrachten. Die holographische Projektion wird in einem Glaskubus erzeugt und sieht beeindruckend realistisch aus.
Von Tobias Költzsch und Martin Wolf

  1. UHD Alliance Fernseher mit Filmmaker-Modus kommen noch 2020
  2. Alienware Concept Ufo im Hands on Die Switch für Erwachsene
  3. Galaxy Home Mini Samsung schraubt Erwartungen an Bixby herunter

    •  /