Datenleck bei Pornoplattform: Hacker haben Nutzerdaten von Pornhub erbeutet

Die berüchtigte Hackergruppe Shinyhunters ist offenbar an Aktivitätsdaten von Premium-Nutzern des Porno-Videoportals Pornhub gelangt. Wie Bleeping Computer berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wird der Plattformbetreiber nun von den Hackern erpresst. Shinyhunters behauptet, 94 GByte an Daten von Pornhub erbeutet zu haben – darunter solche, von denen einige Nutzer "wahrscheinlich nicht wollen, dass sie offengelegt werden" .
Die Rede ist von mehr als 200 Millionen Datensätzen, bestehend aus Such-, Wiedergabe- und Downloadverläufen sowie Details zu angesehenen Videos wie etwa der jeweilige Wiedergabezeitpunkt, die Video-URL, der Name und verknüpfte Schlüsselwörter. Auch E-Mail-Adressen und Standortdaten der Pornhub-Premium-Nutzer sollen betroffen sein.
Datenabfluss bei Mixpanel
Pornhub hat am Freitag in einer Meldung auf seiner Webseite(öffnet im neuen Fenster) bestätigt, dass es einen Sicherheitsvorfall gab, der Daten von Premium-Nutzern betrifft. Abgeflossen sind die Daten demnach allerdings nicht bei Pornhub selbst, sondern bei dem Webdatenanalyse-Dienstleister Mixpanel. Dieser hatte schon im November auf den Vorfall hingewiesen(öffnet im neuen Fenster) . Ursache war eine erfolgreiche Smishing-Kampagne. Auch OpenAI war davon betroffen .
Pornhub versichert, dass der Datenabfluss nur "eine begrenzte Anzahl von Analyseereignissen für einige Nutzer" betrifft und die Angreifer an keine Ausweisdaten, Passwörter oder Zahlungsinformationen gelangt sind. Zudem betont der Porno-Streaminganbieter, seit 2021 nicht mehr mit Mixpanel zusammenzuarbeiten. Die abgeflossenen Daten dürften also schon mindestens vier Jahre alt sein.
Mixpanel wies derweil darauf hin, dass man keine Anzeichen dafür sehe, dass die Erpressung von Shinyhunters mit dem Vorfall von November zusammenhänge. Der letzte Zugriff auf die Daten sei 2023 über ein legitimes Mitarbeiterkonto bei der Muttergesellschaft von Pornhub erfolgt. "Wenn diese Daten in die Hände einer unbefugten Partei gelangt sind, glauben wir nicht, dass dies das Ergebnis eines Sicherheitsvorfalls bei Mixpanel ist" , so das Unternehmen.