Datenleck: Geheime Daten von Intel veröffentlicht

Das Datenleck umfasst mehr als 20 GByte vertrauliche Daten, darunter Chipsatz-Designs und Quellcode.

Artikel veröffentlicht am ,
Exconfidential Lake: ein Datenleck bei Intel.
Exconfidential Lake: ein Datenleck bei Intel. (Bild: Tillie Kottmann)

Rund 20 GByte interne Daten von Intel sind am Donnerstagabend auf einer File-Sharing-Plattform veröffentlicht worden, darunter als "vertraulich" oder "streng geheim" gekennzeichnete Dokumente. Diese enthalten beispielsweise technische Spezifikationen, Produktanleitungen und Handbücher für Prozessoren aus dem Jahr 2016, darunter das Chipsatzdesign der Kaby-Lake-Plattform, die Intel Management Engine (ME) und verschiedener Quellcode.

Stellenmarkt
  1. App Developer iOS / Android (w/m/d)
    ZIEHL-ABEGG SE, Künzelsau
  2. IT Security Architect (m/w/d)
    Knorr-Bremse Services GmbH, Berlin
Detailsuche

Der Entwickler Tillie Kottmann will die Daten von einem Unbekannten erhalten haben. Kottmann sammelt und veröffentlicht aus Firmen durchgesickerte Daten.

Die Dokumente sollen aus einem Datenleck aus einem schlecht gesicherten Server eines CDNs stammen, auf das die unbekannte Person zugreifen konnte. Das Leck soll noch deutlich umfangreicher sein, die bisher veröffentlichten Dokumente sind demnach nur der Anfang. "Sofern ich meine Quelle nicht missverstanden habe, werden in den nächsten Veröffentlichungen noch deftigere und geheimere Informationen stecken", schreibt Kottmann auf Twitter. In Anlehnung an die Namen der Prozessorreihen nennt der Entwickler das Datenleck Exconfidential Lake.

Intel vermutet, dass die Dateien aus dem Intel Resource and Design Center stammten, einer Plattform, auf der Informationen für Kunden und Partner von Intel zur Verfügung gestellt werden. "Wir glauben, dass eine Person mit Zugang diese Daten heruntergeladen und weitergegeben hat", sagte ein Intel-Sprecher dem Onlinemagazin ZDnet. Das Unternehmen kündigte an, die Situation zu untersuchen.

Golem Karrierewelt
  1. CEH Certified Ethical Hacker v12: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    14.-18.11.2022, Virtuell
  2. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    03./04.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Eine kurze Übersicht der Inhalte, die von Kottmann verlinkt wurde:


- Intel ME Bringup guides + (flash) tooling + samples for various platforms
- Kabylake (Purley Platform) BIOS Reference Code and Sample Code + Initialization code (some of it as exported git repos with full history)
- Intel CEFDK (Consumer Electronics Firmware Development Kit (Bootloader stuff)) SOURCES
- Silicon / FSP source code packages for various platforms
- Various Intel Development and Debugging Tools
- Simics Simulation for Rocket Lake S and potentially other platforms
- Various roadmaps and other documents
- Binaries for Camera drivers Intel made for SpaceX
- Schematics, Docs, Tools + Firmware for the unreleased Tiger Lake platform
- (very horrible) Kabylake FDK training videos
- Intel Trace Hub + decoder files for various Intel ME versions
- Elkhart Lake Silicon Reference and Platform Sample Code
- Some Verilog stuff for various Xeon Platforms, unsure what it is exactly.
- Debug BIOS/TXE builds for various Platforms
- Bootguard SDK (encrypted zip)
- Intel Snowridge / Snowfish Process Simulator ADK
- Various schematics
- Intel Marketing Material Templates (InDesign)
- Lots of other things

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


kazhar 09. Aug 2020

Wobei man dieses "(flash) tooling + samples for various platforms" nicht unterschätzen...

masel99 09. Aug 2020

Der Kursverlauf hat schon einige Ups und Downs bei Intel gesehen, da würde ich mal...

Flasher 07. Aug 2020

Es wird ja schon seit eh und je Intel nachgesagt mit unlauteren Wettbewerbsmethoden...

Puschie 07. Aug 2020

Die wollen auch nur Aufmerksamkeit haben - bezweifle das offensichtliche backdoors drin...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Gene Roddenberrys andere Sci-Fi-Stoffe
Neben Star Trek leider fast vergessen

Der Name Gene Roddenberry steht vor allem für Star Trek. Nach dem Ende der klassischen Serie hat er aber noch andere Science-Fiction-Stoffe entwickelt.
Von Peter Osteried

Gene Roddenberrys andere Sci-Fi-Stoffe: Neben Star Trek leider fast vergessen
Artikel
  1. Carsten Spohr: Lufthansa-Chef wird Opfer eigener Sicherheitslücke
    Carsten Spohr
    Lufthansa-Chef wird Opfer eigener Sicherheitslücke

    Unbekannte haben einen QR-Code auf einem Boardingpass von Lufthansa-Chef Carsten Spohr ausgelesen und auf persönliche Daten zugreifen können.

  2. Illegales Streaming: House of Dragons bei Piraten beliebter als Ringe der Macht
    Illegales Streaming
    House of Dragons bei Piraten beliebter als Ringe der Macht

    Das Game-of-Thrones-Prequel hat mehr Zuschauer als die neue Herr-der-Ringe-Serie - zumindest via Bittorrent.

  3. Showcar: Renault 5 Turbo 3E kommt als Driftauto mit Elektromotoren
    Showcar
    Renault 5 Turbo 3E kommt als Driftauto mit Elektromotoren

    Renault hat sich zum 50. Geburtstag des Renault 5 den R5 Turbo 3E einfallen lassen. Das Showcar mit zwei E-Motoren ist wie gemacht zum Driften.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • CyberWeek: Bis -53% auf Gaming-Zubehör und bis -45% auf PC-Audio • Crucial 16-GB-Kit DDR5-4800 69,99€ • Crucial P2 1 TB 67,90€ • MindStar (u. a. Intel Core i5-12600 239€ und Fastro 2-TB-SSD 128€) • Logitech G Pro Gaming Keyboard 77,90€ • Apple iPhone 12 64 GB 659€ [Werbung]
    •  /